Vitamin-D-Mangel in Schwangerschaft – Hinweis auf Präeklampsie?

Donnerstag, 20.02.2014

Ein Vitamin-D-Mangel in den ersten zwei Schwangerschaftsdritteln könnte im Zusammenhang mit einer späteren Präeklampsie stehen, die auch als Schwangerschaftsvergiftung bekannt ist.

Besteht ein Zusammenhang zwischen Vitamin-D-Mangel in den ersten beiden Schwangerschaftsdritteln und einer später auftretenden Präeklampsie? Diese Möglichkeit schließen zumindest Forscher der Universität in Pittsburgh im US-Bundesstaat Pennsylvania nicht aus.

Bei Präeklampsie handelt es sich um eine Schwangerschaftserkrankung, die mit einem stark erhöhten Blutdruck sowie einer erhöhten Ausscheidung von Eiweiß über den Urin einhergeht. Je nach Ausprägung und Schwere kann die seltene Krankheit für Mutter und Kind lebensgefährlich sein.

Höheres Risiko für schwere Präeklampsie?

Die Wissenschaftler in Pittsburgh entdeckten eine mögliche Verbindung zwischen einem Vitamin-D-Mangel und Präeklampsie, nachdem sie die Daten von insgesamt 44.500 Frauen ausgewertet hatten, berichtet die lokale Zeitung "Pittsburgh Post-Gazette". Darunter befanden sich 717 Frauen, die an der sogenannten Schwangerschaftsvergiftung erkrankten. Die Ergebnisse basieren auf Daten der bisher größten US-Schwangerschaftsstudie aus den Jahren von 1959 bis 1965. Ihre Ergebnisse erscheinen im März im Fachjournal "Epidemiology".

Bei der Auswertung stellten die Forscher fest, dass das Risiko für eine schwere Präeklampsie steigt, wenn die Mutter innerhalb der ersten 26 Schwangerschaftswochen unter einem Vitamin-D-Mangel leidet. Bei Schwangeren, die über ausreichende Mengen des Nährstoffes verfügten, war das Risiko um 40 Prozent niedriger.

Vitamin-D-Mangel: Symptom oder Ursache?

Wie die Forscher aber selbst anmerken, sind ihre Erkenntnisse vorerst mit Skepsis zu bewerten. So ließe sich ein Zusammenhang von Präeklampsie und Vitamin-D-Mangel nur für die schweren Fälle der Schwangerschaftserkrankung herstellen. Außerdem sei nicht klar, ob die Mangelerscheinung die Ursache sei oder eine frühe Begleiterscheinung. Erschwerend kommt hinzu, dass die untersuchten Blutproben aus den 1960er-Jahren stammen. Zwar ließen sich diese noch problemlos untersuchen, es sei aber nicht auszuschließen, dass die Ergebnisse für die heutige Zeit keine Gültigkeit mehr besitzen könnten.

Lisa Bodnar, die an der Studie mitgewirkt hat, warnt deshalb: "Ja, wir haben diesen Zusammenhang herausgefunden, aber wir sind nicht der Meinung, dass Frauen nun loslaufen und anfangen sollten, Vitamin-D-Präparate zu schlucken, wenn sie eine Schwangerschaft planen oder bereits schwanger sind." Ob sich die gewonnenen Erkenntnisse für vorbeugende Maßnahmen nutzen lassen, könnten erst weitere ausführlichere Studien zeigen.

Klagen Sie häufiger über Kopfschmerzen? Diese sind oft Zeichen von Mangelerscheinungen durch fehlende Vitamine oder Mineralstoffe.

Mangelerscheinungen treten dann auf, wenn zu wenig Nährstoffe und Vitamine im Körper vorhanden sind.

 

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