Vitamin-D-Mangel – Erhöhte Sterblichkeit?

Dienstag, 18.02.2014

Dass ein Vitamin-D-Mangel Osteoporose begünstigen kann, ist allgemein bekannt. Laut einer Studie soll ein Zuwenig des Vitamins zudem auch die allgemeine Sterblichkeitsrate erhöhen. 

In einer Studie untersuchten Wissenschaftler vom Deutschen Krebsforschungszentrum und vom Epidemiologischen Krebsregister des Saarlandes den Zusammenhang zwischen Vitamin-D-Mangel und der Sterblichkeitsrate. Dabei kamen sie zu dem Ergebnis, dass Menschen, die nicht genügend mit dem lebensnotwendigen Vitamin versorgt waren, eine signifikant erhöhte Sterblichkeitsrate hatten als Menschen mit einem ausgewogenen Vitamin-D-Spiegel.

Vitamin-D-Mangel und andere Erkrankungen

Der Hintergrund der Studie: Vitamin-D-Mangel steht in Verdacht, nicht nur Osteoporose zu begünstigen, sondern zudem das Risiko für viele weitere Erkrankungen wie etwa Krebs, Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu erhöhen. Weil Vitamin-D-Mangel demnach viele schwerwiegende Krankheiten auslösen könnte, müsste sich infolgedessen auch die allgemeine Sterblichkeitsrate der Betroffenen messbar erhöhen. Um diese Hypothese zu überprüfen, führten das Deutsche Krebsforschungszentrum und das Epidemiologische Krebsregister des Saarlandes eine großangelegte Untersuchung durch.

Insgesamt waren an der Epidemiologischen Studie zu Chancen der Verhütung, Früherkennung und optimierten Therapie chronischer Erkrankungen in der älteren Bevölkerung, kurz: ESTHER, rund 10.000 Probanden aus dem Saarland beteiligt. Über einen Zeitraum von acht Jahren wurden die Studienteilnehmer in regelmäßigen Abständen untersucht und die Daten anschießend ausgewertet. Dabei fanden die Forscher heraus, dass Menschen, die einen sehr niedrigen Vitamin-D-Spiegel hatten, ein 1,7-fach erhöhtes Sterberisiko aufwiesen. Bei Probanden mit einem niedrigen Vitamin-Spiegel war das Risiko immer noch 1,2-fach erhöht.

Vitamin-D-Mangel vorbeugen

Auch wenn die Studienergebnisse einen Zusammenhang zwischen Vitamin-D-Mangel und der Sterblichkeitsrate zeigen konnten, raten die Wissenschaftler nicht generell zur Einnahme spezieller Vitamin-D-Präparate. Bis eine solche Empfehlung ausgesprochen werden könnte, müssen noch weitere Studien folgen. 

Wer einem Vitamin-D-Mangel vorbeugen möchte, sollte vor allem in den warmen Monaten des Jahres genügend Zeit im Freien verbringen. Denn Vitamin D kann nur in geringen Mengen durch die Nahrung aufgenommen werden – den Großteil des Vitamins bildet der Körper mithilfe von Sonnenlicht selbst in der Haut. Weil das UV-Licht auch graue Wolkendecken durchdringen kann, sollten Sie auch im Herbst und Winter so oft wie möglich vor die Tür gehen.

Klagen Sie häufiger über Kopfschmerzen? Diese sind oft Zeichen von Mangelerscheinungen durch fehlende Vitamine oder Mineralstoffe.

Mangelerscheinungen treten dann auf, wenn zu wenig Nährstoffe und Vitamine im Körper vorhanden sind.

 

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