Vitamin-D-Mangel entgegenwirken – Schutz vor Osteoporose?

Mittwoch, 04.12.2013

Ein Vitamin-D-Mangel kann Osteoporose begünstigen. Führt die Einnahme von Vitamin D deshalb im Umkehrschluss zu einer Steigerung der Knochendichte? 

Dass Vitamin-D-Mangel gravierende Folgen haben kann und unter anderem die Knochen schwächen und zu Osteoporose führen kann, ist schon seit Langem bekannt. Um dem vorzubeugen, nehmen viele Menschen Vitaminpräparate ein. Doch eine neuseeländische Studie kam nun zu dem Schluss, dass die Einnahme von Vitamin D die Knochendichte nicht nennenswert erhöht. 

Knochendichte leicht angestiegen

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Das Forscherteam um Ian R. Reid von der Universität Auckland wertete für seine Untersuchung die Ergebnisse von 23 Studien mit 4.000 Teilnehmern aus, darunter 92 Prozent Frauen. Die Studienteilnehmer mit einem durchschnittlichen Alter von 59 Jahren hatten über einen Zeitraum von zwei Jahren Vitamin-D-Präparate eingenommen. Sowohl zu Beginn der Studie als auch nach Ablauf von zwei Jahren wurde die Knochendichte der Probanden an verschiedenen Körperstellen gemessen. Das Ergebnis war enttäuschend: Nur in fünf Studien zeigte sich überhaupt eine Verbesserung, und zwar lediglich am Oberschenkelhals. Dort maßen die Forscher eine Erhöhung der Knochendichte um 0,8 Prozent. Dabei war es offenbar unerheblich, in welcher Dosis Vitamin D eingenommen worden war.

Den Experten zufolge sei deshalb die Einnahme von Vitamin-D-Präparaten lediglich bei Personen sinnvoll, die ein erhöhtes Vitamin-D-Mangel-Risiko haben. In anderen Studien hatten Forscher erst kürzlich herausgefunden, dass die Aufnahme von Vitamin D in Zusammenhang mit Kalzium steht. Ist dies nicht ausreichend im Blut vorhanden, zieht der Körper das benötigte Kalzium zu diesem Zweck aus den Knochen und begünstigt somit eine Osteoporose, statt vor dieser zu schützen. Eine Aufnahme von Vitamin D ohne ausgeglichenen Kalziumhaushalt ist entsprechend kontraproduktiv.

Vitamin-D-Mangel trotzdem ausgleichen

Auch wenn Vitamin D offenbar nicht dazu geeignet ist, die Knochendichte zu erhöhen, ist es wichtig, einen Vitamin-D-Mangel zu verhindern. Denn das Vitamin ist an vielen Vorgängen im Körper beteiligt und sollte deshalb unbedingt ausreichend vorhanden sein. So kann ein Vitamin-D-Mangel Depressionen, Muskelschwäche oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen begünstigen. Bei Schwangeren kann ein Mangel des Vitamins zu Komplikationen wie Schwangerschaftsdiabetes führen. Um einem Vitamin-D-Mangel vorzubeugen, müssen aber nicht zwangsläufig entsprechende Vitaminpräparate eingenommen werden. Da der Körper 75 bis 90 Prozent der Vitamine mithilfe von Sonnenlicht in der Haut produziert, sind regelmäßige Spaziergänge immer noch das beste Mittel, um einen Vitamin-D-Mangel zu verhindern.

Gerade im Winter leiden viele Menschen unter einem Mangel an Vitaminen und Mineralstoffen.

Wenn wir gesund und fit bleiben wollen, müssen wir dafür sorgen, dass wir regelmäßig Vitamine und Nährstoffe zu uns nehmen.

 

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04.12.2013 17:02
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