Ursache von Magen-Darm-Grippe – Norovirus

Donnerstag, 06.03.2014

Das Norovirus gehört zu den häufigsten Auslösern der Magen-Darm-Grippe. Weil der Erreger hochinfektiös ist, muss er bei den Behörden gemeldet werden.

Immer wieder machen Meldungen die Runde, dass in Institutionen wie Krankenhäusern, Pflegeheimen oder Schulen das Norovirus grassiert. Wer sich ansteckt, muss mit den typischen Symptomen einer Magen-Darm-Grippe geplagt: Erbrechen, Durchfall, Übelkeit und Bauchschmerzen. Betroffen sind meist Einrichtungen oder Orte, in denen viele Menschen auf wenig Raum zusammentreffen. Lebensgefahr geht von dem Erreger zwar nicht aus, doch er ist hoch ansteckend. Aus diesem Grund besteht seit einigen Jahren eine behördliche Meldepflicht.

Norovirus ist sehr widerstandsfähig

Wie die "Apotheken Umschau" berichtet, reicht bereits eine geringe Zahl von zehn Erregern für eine Ansteckung aus. Hinzu kommt, dass das Norovirus extrem widerstandsfähig ist und selbst unter für viele Erreger widrigen Umständen lange überleben kann. Es genügt häufig die Berührung von kontaminierten Gegenständen wie Handtüchern oder Türklinken, aber auch Tröpfcheninfektionen sind möglich.

Eine Therapie erfolgt in der Regel nach demselben Prinzip wie bei einer normalen Magen-Darm-Grippe. Wichtig ist vor allem, den Verlust an Flüssigkeit und Elektrolyten auszugleichen. Zusätzlich sollten Personen, die einen mit dem Norovirus infizierten Patienten pflegen, besonders gründliche Präventionsmaßnahmen ergreifen. Denn es gibt weder einen Impfstoff gegen den Erreger, noch die Gewissheit, dass man nach einer einmaligen Ansteckung immun gegen diesen ist – dies gilt immer nur für eine ganze bestimmte Art des Virus.

Magen-Darm-Grippe vorbeugen

Sollte keine außerordentliche Gefährdung des Patienten vorliegen, dann kann die Genesung zu Hause erfolgen. Familienmitglieder sollten den direkten Kontakt dann auf das Nötigste minimieren. Ist dies etwa bei Kindern oder Pflegebedürftigen nicht möglich, ist eine besonders gründliche Hygiene noch wichtiger.

Waschen Sie sich nach jedem Kontakt gründlich die Hände oder verwenden Sie Einmalhandschuhe, um einer Magen-Darm-Grippe vorzubeugen. Hilfreich sind auch Desinfektionsmittel aus der Apotheke, die speziell auf das Norovirus abgestimmt sind. Dieses sollten Sie auch für die Toilette und alle Gegenstände verwenden, mit denen die erkrankte Person in Kontakt kommt. Handtücher, Bettwäsche und Kleidung sollten Sie bei Temperaturen von mindestens 60 Grad Celsius waschen. Auf Nummer sicher gehen Sie mit desinfizierenden Waschmittelzusätzen. Auch beim Reinigen von Geschirr sollten auf eine ausreichend hohe Wassertemperatur achten.

Wer unter einer Laktoseintoleranz leidet, hat oft mit Übelkeit, Erbrechen, Völlegefühl und anderen Symptomen zu kämpfen.

Nur eine Magenverstimmung oder doch eine Laktoseintoleranz? Hören Sie auf Ihren Bauch und deuten Sie die Symptome richtig.

 

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Ursache von Magen-Darm-Grippe
Norovirus
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06.03.2014 12:23
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