Unbemerkte Chlamydien-Infektion – Test gibt Aufschluss

Montag, 13.01.2014

Eine Chlamydien-Erkrankung erfolgt meist unbemerkt, bedarf aber unbedingt einer Behandlung, um sie nicht zu verbreiten. Frauen können hierfür einen Test beim Frauenarzt machen.

Rund 300.000 Frauen stecken sich jährlich in Deutschland mit Chlamydien an, schätzt das Robert-Koch-Institut. Sie gehören zu den weltweit am häufigsten sexuell übertragenen Krankheiten. Da viele Frauen und Männer die Infektion nicht bemerken, werden Erreger einfach weitergegeben.

Heimlicher Erreger

Die Krankheit macht sich bei Frauen zum Beispiel durch eitrigen Ausfluss oder Brennen während des Wasserlassens bemerkbar. Im schlimmsten Fall kann die Infektion bei Frauen zur Unfruchtbarkeit führen. Bei den meisten Frauen heilt sie aber ohne weitere Folgen einfach aus. Trotzdem fordert die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) in Deutschland einen flächendeckenden Test für junge Mädchen und Frauen, gerade weil Betroffenen die Unfruchtbarkeit droht. Laut den Experten sind in Deutschland rund 100.000 Frauen infolge einer Chlamydien-Infektion unfruchtbar.

Die Chlamydien verursachen eine "eitrige Eileiterentzündung", so DGGG-Mitglied Dr. Gisela Gille. Wird die Entzündung chronisch und hält über sehr langen Zeitraum an, vernarben und verkleben die Eileiter irgendwann und die Frau wird unfruchtbar.

Regelmäßig auf Chlamydien testen lassen

Derzeit gibt es einen Chlamydien-Test, dessen Kosten die gesetzlichen Krankenkassen für Frauen bis zu 25 Jahren einmal jährlich übernehmen. Im Urin lässt sich der Erreger erkennen und kann dann mit einer ambulanten Antibiotika-Therapie beseitigt werden. Die Infektion heilt dann ohne bleibende Folgen aus. Junge Mädchen sind besonders gefährdet, sich mit Chlamydien anzustecken. "Sie haben anatomisch bedingt ein deutlich höheres Risiko, sich beim Geschlechtsverkehr anzustecken. Bei jungen Mädchen ist der Muttermund, das heißt der Ort der Erstinfektion, besonders leicht infizierbar", so Dr. Gille. Eine Studie unter Berliner Mädchen zeigte laut "Apotheken-Umschau", dass etwa jede zehnte Siebzehnjährige infiziert war, ohne es selbst zu wissen.

Der einfachste Schutz gegen Chlamydien ist ein Kondom beim Sex, gerade bei einem Partnerwechsel oder nach einer frisch behandelten Infektion. Frauen im gebärfähigen Alter empfehlen Experten zudem, einmal im Jahr einen Test durchführen zu lassen. Noch genauer als ein Urintest ist ein Zellabstrich am Gebärmutterhals. Bei einer Schwangerschaft gehört ein solcher Test zu den Standarduntersuchungen, da Frauen Chlamydien bei der Geburt auf ihr Neugeborenes übertragen können.

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