Todesgedanken durch Magnesiummangel

Montag, 03.11.2014

Weil er an depressiven Symptomen litt, ließ sich ein 22-Jähriger im Krankenhaus untersuchen – mit einem ungewöhnlichen Ergebnis. Offensichtlich entwickelte der Mann aufgrund von Magnesiummangel einen Hormonmangel, der sich in einer Depression zeigte.

Es kommt nicht oft vor, dass rein körperliche Ursachen für eine Depression verantwortlich sind, im Fall eines 22-Jährigen aus Brasilien war allerdings genau das der Fall. Der Mann habe in Sapucaia do Sul ein Krankenhaus aufgesucht, da er sich seit einigen Monaten antriebslos und schwach gefühlt hätte, berichtet t-online.de. Er habe zudem häufig an den Tod gedacht und viel abgenommen. Er nehme keine Drogen, trinke keinen Alkohol. Er leide allerdings an chronischen Magenschmerzen und nehme dagegen seit Jahren den Säurehemmer Omeprazol. Der Mann habe geäußert, dass er seinen derzeitigen Gemütszustand von sich selbst nicht kenne. Später sollte sich herausstellen, dass Magnesiummangel der ursächliche Auslöser für seine Depression war.

Untersuchungen ergeben Calcium- und Magnesiummangel

Nach der Diagnose Depression sei der Mann routinemäßig körperlich untersucht worden. Dabei hätten die Ärzte gleich mehrere Unregelmäßigkeiten entdeckt. Unter anderem hätte der Mann an einem Calcium- und Magnesiummangel bei gleichzeitigem Phosphat-Überschuss gelitten. Schließlich sei es den Ärzten aber gelungen, das Rätsel zu lösen. Ein Hormonmangel mit dem Namen Hypoparathyreoidismus sei laut der Webseite die Ursache aller Symptome.

Schwieriger Fall: Mangel äußert sich als Depression

Die Ärzte seien sich sicher, dass die jahrelange Einnahme von Omeprazol verantwortlich für den Hormonmangel sei. Seit Jahren hätten sich Berichte über schwere Fälle von Magnesiummangel im Zusammenhang mit der Arznei gemehrt. Zu wenig Magnesium im Blut sorge für eine verminderte Ausschüttung des sogenannten Parathormons (PTH). Und werde wenig PTH produziert, sinke der Calciumspiegel, während der Phosphatspiegel ansteige.

Es sei ungewöhnlich, dass sich dieser spezielle Hormonmangel im Körper als Depression zeige. Dem Patient sei neben einem Antidepressivum Calcium und Magnesium verschrieben worden. Seine Symptome hätten sich in den folgenden zwei Wochen gebessert, so t-online.de. Auch einige Wochen nach seiner Entlassung seien seine Magnesium- und Calciumwerte wieder ausgeglichen gewesen.

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Ein junger Mann bereitete den Ärzten Sorgen. Er wurde als depressiv erklärt. Dann fanden die Mediziner heraus: Magnesium- und Calciummangel waren der Auslöser.

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03.11.2014 17:15
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