Therapie bei Laktoseintoleranz – Helfen Medikamente?

Donnerstag, 24.04.2014

Etwa 15 Prozent der Bevölkerung leiden unter einer Laktoseintoleranz. Lässt sich die Milchzuckerunverträglichkeit mit Medikamenten therapieren?

Ist eine Laktoseintoleranz eindeutig diagnostiziert – etwa mithilfe eines Wasserstoffatemtests –, stellen sich viele die Frage: Kann ich jetzt nie wieder Milchprodukte zu mir nehmen, oder lässt die Unverträglichkeit mit Medikamenten therapieren? Beide Fragen lassen sich mit einem einfachen Nein beantworten. Laktoseintoleranz ist nicht heilbar, aber kaum einer muss ab sofort jegliche Milchprodukte meiden. Wichtigste Maßnahme ist jetzt eine professionelle Beratung, um den Ernährungsplan ganz individuell umzustellen. Schließlich ist die Unverträglichkeit bei jedem unterschiedlich stark ausgeprägt.



Keine Medikamente gegen Laktoseintoleranz

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Auch, wenn immer wieder von Laktasetabletten die Rede ist, handelt es sich hierbei nicht um Medikamente gegen die Unverträglichkeit. Laktasepräparate sind lediglich Nahrungsergänzungsmittel, mit denen Sie Ihrem Körper künstlich hergestellte Laktase zuführen. So können Sie auch Speisen zu sich nehmen, bei denen Sie nicht genau wissen, wie viel Milchzucker diese enthalten.

Das ist vor allem dann praktisch, wenn Sie im Restaurant speisen, bei Freunden zu Gast sind oder an einem Geschäftsessen teilnehmen. Therapieren lässt sich die Laktoseintoleranz auf diese Weise nicht. Eine Dauerlösung sind solche Präparate auch nicht, da sie nicht gerade günstig sind. Immerhin: Die Tabletten lassen sich nicht überdosieren.

Erster Schritt: Laktosearm ernähren

Die "Therapie" bei Laktoseintoleranz besteht stattdessen in erster Linie darin, festzustellen, wie viel Milchzucker Sie problemlos vertragen, daran orientiert sich dann Ihr neuer Speiseplan. Ein kompletter Verzicht auf Milchprodukte ist nur äußerst selten notwendig. Lebensmittel wie Käse haben von Natur aus einen unterschiedlich hohen Gehalt an Laktose. Wer weiß, in welchen Lebensmitteln wenig Milchzucker enthalten ist, muss sich in der Ernährung zwar einschränken, merkt aber schnell, dass die Auswahl an Alternativen größer ist als gedacht.

Wer ohne Not vollständig auf Milchprodukte verzichtet, geht sogar ein Gesundheitsrisiko ein, weil plötzlich wichtige Kalziumquellen fehlen, berichtet die "Apotheken Umschau". Greifen Sie deshalb zu laktosearmen Produkten wie Dickmilch, Naturjoghurt ohne Zusätze oder aber laktosefreien Produkten. Auch Gemüse wie Brokkoli und Grünkohl liefern den Mineralstoff.

Mittlerweile gibt es für fast alle Leiden ein passendes Präparat in Form von Tabletten.

Wenn zu wenig Nährstoffe und Vitamine im Körper vorhanden sind, greifen viele zu Nahrungsergänzungsmitteln.

 

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Therapie bei Laktoseintoleranz
Helfen Medikamente?
Etwa 15 Prozent der Bevölkerung leiden unter einer Laktoseintoleranz. Lässt sich die Milchzuckerunverträglichkeit mit Medikamenten therapieren?
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24.04.2014 15:06
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