Test für Laktoseintoleranz – Der Atemtest

Donnerstag, 23.01.2014

Wenn der Verdacht auf Laktoseintoleranz besteht, können verschiedene Tests für Aufklärung sorgen. Der Wasserstoffgehalt im Atem kann als Indikator dienen, bedarf aber weiterer Tests.

In Deutschland vertragen etwa 20 Prozent der Menschen keinen Milchzucker. Ehe die Laktoseintoleranz zweifelsfrei diagnostiziert wird, vergeht häufig einige Zeit, was nicht zuletzt daran liegt, dass die Symptome wie Bauchschmerzen, Durchfall und Blähungen relativ unspezifisch sind. Der Wasserstoffgehalt im Atem kann einen Hinweis auf die Unverträglichkeit liefern.

Atemtest entlarvt unverdauten Milchzucker

Der Atemtest auf Wasserstoff ist eine Möglichkeit, der Laktoseintoleranz auf die Schliche zu kommen. Laut den Experten von "Onmeda" eignet sich dieser aber nicht als alleiniges Diagnoseverfahren, sondern bedarf einer Bestätigung durch einen Laktoseintoleranztest, bei dem mehrere Blutproben entnommen werden und der Blutzuckerspiegel überprüft wird. Nur wenn beide Tests Hinweise auf die Unverträglichkeit liefern, gilt die Diagnose als sicher.

Vor dem Atemtest müssen Betroffene reinen, in Wasser gelösten Milchzucker zu sich nehmen, der bei einer vorliegenden Laktoseintoleranz unverdaut den Dünndarm passiert, ehe er von Bakterien im Dickdarm zu Wasserstoff umgewandelt wird. Dieser lässt sich dann im Atem nachweisen, weil er zunächst in den Blutkreislauf gelangt, um schließlich über die Lunge den Körper zu verlassen. Ab einer bestimmten Konzentration gilt der ausgeatmete Wasserstoff als Indikator für die Unverträglichkeit.

Laktoseintoleranztest als Bestätigung

Gleichzeitig entnimmt der Arzt nach der Einnahme der puren Laktose nach einer halben Stunde Blut für einen Laktoseintoleranztest. Nach erneuten 30 Minuten folgt die zweite Probe, nach einer weiteren Stunde dann die letzte. Untersucht wird jeweils der Blutzuckerspiegel. Steigt dieser nicht oder nur geringfügig an, liefert der Befund ebenfalls einen Hinweis auf eine Unverträglichkeit von Milchzucker.

Fallen beides Tests positiv aus, liegt mit ziemlicher Sicherheit eine Laktoseintoleranz vor. Es bleiben allerdings noch die typischen und oben genannten Symptome abzuwarten, die sich nach dem Einnehmen der reinen Laktose einstellen müssten. Bleiben Bauchschmerzen und Co. aus, könnten die Tests fehlerhaft sein, sodass eine Wiederholung notwendig ist, um eine zweifelsfreie Diagnose stellen zu können. Neben der geschilderten Testkombination lässt sich Laktoseintoleranz auch mithilfe eines Diät- oder Gentests nachweisen.

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23.01.2014 17:26
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