Statt Hanteltraining? Neuer Trend Kettlebell

Freitag, 25.07.2014

Lässt sich das Hanteltraining durch Übungen mit der Kugelhantel ersetzen? Das sogenannte Kettlebell-Workout mausert sich zum neuen Fitness-Trend.

Bekommt der Fitness-Klassiker Hanteltraining jetzt Konkurrenz aus Gusseisen? Die Kugelhantel oder Kettlebell – eine Metallkugel mit einem festen Griffbügel, die in mehreren Gewichtsklassen erhältlich ist – trainiert ganze Muskelgruppen und stellt damit einen der Fitness-Trends dieses Sommers dar. Statt beim Hanteltraining die Standard-Übungen zu absolvieren, machen sich immer mehr Sportbegeisterte mit der Kettlebell vertraut.

"Bei korrekter Ausführung bietet die Kettlebell ein funktionales Training für den ganzen Körper, das nicht nur die Muskulatur kräftigt, sondern auch Schnellkraft und koordinative Fähigkeiten steigert", preist Sportwissenschaftler Ingo Froböse das neue Sportgerät bei "Spiegel Online" an.

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Kettlebell statt Hanteltraining?

Während im Fitnessstudio oder eben beim klassischen Hanteltraining vor allem isolierte Muskelpartien gestärkt werden, arbeitet die Kettlebell ganzheitlicher. Die schwingenden Bewegungen der Kugelhantel trainieren laut dem Experten Froböse ganze Muskelketten, die gleichzeitig angesprochen und somit gekräftigt werden.

"Die dreidimensionalen Bewegungen fördern die Aktivierung und das Zusammenspiel der Halte- und Bewegungsmuskeln, da die Dynamik mehr muskuläre Aktivität voraussetzt." Richtig ausgeführt stellen die Übungen mit der Kettlebell also durchaus eine ernst zu nehmende Alternative zum Hanteltraining dar.

Wer gerade erst zum Gusseisen gewechselt ist, muss sich allerdings auf Muskelkater gefasst machen. "Zu Beginn ist die Muskelkatergefahr sicherlich groß, da das Abbremsen der Kettlebell ungewohnt ist. Zudem werden Muskelgruppen angesprochen, die bei isoliertem Krafttraining weniger beansprucht werden", erklärt Froböse bei "spiegel.de". Nach einiger Zeit des Trainierens normalisieren sich die Schmerzen allerdings schnell.

Kein Training für jeden

Fitness-Anfänger sollten erst einmal beim Hanteltraining bleiben. Laut Froböse eignen sich Kettlebell-Übungen nur für "Personen, die sich intensiv mit der Materie beschäftigt haben und ansonsten keine körperlichen Einschränkungen haben". Wer unter kognitiven Störungen, neurologischen Problemen oder akuten Rückenproblemen leidet, soll demnach lieber die Finger von der Kettlebell lassen. Auch ist dringend davon abzuraten, auf eigene Faust mit der Gusseisen-Kugel zu trainieren. "Eine ausführliche Bewegungsschulung ist unerlässlich", mahnt der Sportwissenschaftler. "Erst nach einer fachgerechten Einführung durch einen Trainer sollte man alleine arbeiten."

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Wer seine Muskeln gerne mit Hanteltraining stählt, für den könnte der neue Fitness-Trend genau das Richtige sein: Kettlebell.

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Lässt sich das Hanteltraining durch Übungen mit der Kugelhantel ersetzen? Das sogenannte Kettlebell-Workout mausert sich zum neuen Fitness-Trend.
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25.07.2014 10:00
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