Schwangerschaft: Folsäure ist wichtig

Freitag, 09.08.2013

Die beste Versorgung des Babys startet schon vor seiner Geburt. Folsäure spielt dabei eine tragende Rolle. Darum ist das Vitamin in der Schwangerschaft so wichtig.

Eine ausgewogene Ernährung ist der Schlüssel zur Gesundheit – das gilt auch in besonderem Maße für Schwangere. Doch selbst wer regelmäßig zu Obst, Gemüse und Vollkornprodukten greift, hat hierzulande mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Mangel an Folsäure. Dabei ist das B-Vitamin bei jeglichen Zellneubildungs- und Zellteilungsprozessen des Organismus ein wichtiger Baustein. Einen ausgesprochen hohen Bedarf haben deshalb Schwangere. Die Folsäure ebnet den Weg für eine gesunde Entwicklung des Embryos, insbesondere des Neuralrohrs.

Tagesbedarf an Folsäure verdoppelt sich

Besonders in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft steigt der Tagesbedarf an Folsäure auf das Doppelte an. Reichen normalerweise 400 Mikrogramm Folsäure bei einem Erwachsenen aus, wird Schwangeren geraten, 800 Mikrogramm am Tag zu sich zu nehmen. Der vermehrte Folsäurebedarf wird in erster Linie durch die Einnahme von Folsäure-Präparaten gedeckt.

Das wasserlösliche B-Vitamin kommt zwar auch in Nahrungsmitteln wie Rosenkohl, Papaya, Schwarzaugenbohnen, Spargel oder Broccoli vor, ist aber sehr licht- und hitzeempfindlich. Idealerweise kombinieren Sie Nahrungsmittel, in denen das natürlich vorkommende Folat enthalten ist, und ergänzen es durch synthetisch hergestellte Folsäure in Form von Tabletten.

Folsäure schon vor der Schwangerschaft einnehmen

Wer mitten in der Familienplanung steckt, sollte mindestens vier Wochen vor der geplanten Schwangerschaft damit beginnen, Folsäure zu sich zu nehmen. So schafft Ihr Körper einen kleinen Vorrat, der den Embryo ausreichend mit dem Vitamin versorgt. Die genaue Dosierung sprechen Sie am besten mit Ihrem Frauenarzt ab.

Hatten Sie nicht die Chance, sich auf Ihre Schwangerschaft vorzubereiten, ist es wichtig, dass Sie so schnell wie möglich mit der Einnahme des Folsäurepräparats beginnen.

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Was sind die Folgen eines Folsäuremangels?

Folsäure unterstützt bei einem Embryo vor allem die Entwicklung des Zentralnervensystems. Ist nicht genug des Vitamins vorhanden, kann es zu sogenannten Neuralrohr-Defekten kommen. Aus dem Neuralrohr, das die erste Entwicklungsstufe des zentralen Nervensystems darstellt,  entstehen später Rückenmark und Gehirn. Eine rechtzeitige Einnahme von Folsäure verhindert zum Beispiel einen offenen Rücken (Spina bifida) oder eine Lippen-Gaumen-Spalte. Zudem soll es einen Zusammenhang zwischen Folsäuremangel und Frühgeburten sowie Herzfehlern geben.

Vielfältige Anzeichen für einen Folsäuremangel

Einen Folsäuremangel können Sie natürlich auch unabhängig von einer Schwangerschaft bei sich feststellen. Die Anzeichen dafür reichen von Müdigkeit über Reizbarkeit bis hin zu Schwächegefühl und Kurzatmigkeit. Grund ist meist eine bestimmte Form der Anämie (Blutarmut), bei der die roten Blutkörperchen zu groß sind. Genauen Aufschluss darüber, ob Sie tatsächlich unter einem Mangel an Folsäure leiden, liefert ein Blutbild.

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Folsäuremangel: Symptome und welche Lebensmittel helfen

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