Schnelle Diät zur Bikini-Saison: Experten warnen

Montag, 21.07.2014

Eine schnelle Diät, die in wenigen Wochen oder gar Tagen die Pfunde purzeln lässt, klingt für viele verlockend. Doch Ernährungsexperten warnen vor schwerwiegenden Gesundheitsschäden.

Der Sommer ist da! Wer jetzt versucht, sich durch eine schnelle Diät in letzter Minute für den Strand fit zu machen, der handelt nicht unbedingt gesundheitsbewusst. Denn auch wenn durch radikale Crash-Diäten durchaus ein paar Pfunde von den Hüften verschwinden können – gut für den Körper ist eine schnelle Diät nicht. "Solch kurzzeitige Diäten wirken nicht dauerhaft und gefährden eine ausgewogene Nährstoffzufuhr", erklärt Antje Gahl, Pressesprecherin der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Schnell sei nach solchen Crash-Kuren wieder das Ausgangsgewicht erreicht. Im schlimmsten Fall sind sogar noch mehr Kilos auf den Rippen gelandet. "Das charakterisiert diese Diäten und kann zum sogenannten Jojo-Effekt führen", so die DGE-Sprecherin.

Warnung vor HCG-Diät, Intervallfasten und Co.

Besonders risikoreich sei zum Beispiel die sogenannte HCG-Diät. Dabei werden pro Tag gerade einmal 500 Kalorien aufgenommen und dazu das Schwangerschaftshormon HCG – kurz für Humanes Choriongonadotropin – in Form von Tabletten, Injektionen oder Tropfen zugeführt. Das Hormon soll dabei helfen, Bauchfett abzubauen. Laut der DGE ist der Nutzen dieser Diätform jedoch nicht wissenschaftlich bewiesen. Außerdem bestünde die Gefahr, dass diese schnelle Diät den Hormonhaushalt negativ beeinflussen könne und es durch den Kalorienmangel zu Müdigkeit, Kreislaufstörungen und Leistungsabfall kommen könnte.

Bei einer Intervalldiät wird dagegen an mehreren Tagen der Woche gefastet, an anderen normal gegessen. Auch diese Diät wird von den DGE-Experten als nicht sinnvoll erachtet, um eine langfristige Gewichtsregulierung zu erreichen. "Eine Umstellung zu einer gesundheitsfördernden Ernährung erfolgt hierdurch nicht", heißt es auf der DGE-Website.

Schnelle Diät führt nicht zum Abnehmen

Auch wenn eine kurzfristige Kalorienreduktion durchaus zu Gewichtsverlust führen kann, wird dabei zumeist eher wenig Fett abgebaut. Der Gewichtsverlust wird zumeist dadurch verursacht, dass durch die schnelle Diät statt der Fettpolster vor allem Wassereinlagerungen und Muskelproteine abgebaut werden. Statt radikaler Diät-Phasen empfiehlt die DGE daher eine Kombination aus "Ernährungsumstellung, Verhaltensänderung und einer Steigerung der körperlichen Aktivität". Neben einer ausgewogenen Ernährung empfiehlt die Gesellschaft etwa 30 bis 60 Minuten Bewegung am Tag. So dauert der Weg zur Bikini-Figur zwar länger, der Gewichtsverlust geht jedoch nicht auf Kosten der Gesundheit.

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Vorsicht vor schnellen Diäten!

Der Strand ruft, aber die Bikinifigur ist noch weit entfernt? Trotzdem sollten Sie auf zu schnelles Abnehmen verzichten.

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