Ohrenschmerzen nach dem Baden: Wasser im Ohr

Sonntag, 10.08.2014

Der Sommer lockt mit Badevergnügen am Strand, im See oder am Pool. Doch der nasse Spaß kann Ohrenschmerzen verursachen. Wasser im Ohr ist lästig und kann zu Entzündungen führen.

Wenn es nach dem Schwimmen im Ohr gluckert, oder sogar Ohrenschmerzen auftreten, dann kann es sein, dass Wasser im Ohr geblieben ist. Das ist nicht nur störend: Bleibt das Wasser über längere Zeit im Gehörgang, kann das zu Gesundheitsschäden führen. Zuerst sollten Sie also versuchen, die Flüssigkeit selbst loszuwerden. Ist das nicht möglich, hilft der Gang zum Arzt. "Wenn das Ohr zu ist, sollte man nach einem oder zwei Tagen hineingucken lassen", wird Michael Deeg vom Deutschen Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte in Freiburg von "mainpost.de/ dpa" zitiert.

Wasser im Ohr loswerden

Bevor es zu Ohrenschmerzen kommt, sollten Sie versuchen, das Wasser aus dem Gehörgang zu entfernen. "Kräftig den Kopf schütteln oder auf einem Bein hüpfen – dann kriegt man das Wasser meist raus", empfiehlt Experte Deeg. Man könne auch versuchen, vorsichtig ein zur Tülle geformtes Papiertuch ins Ohr zu schieben, um die Wasserrückstände aufzusaugen. Auf keinen Fall solle man jedoch mit scharfen Gegenständen experimentieren und auch von Wattestäbchen lieber die Finger lassen, um Verletzungen zu vermeiden.

HNO-Experte Deeg erklärt auch, warum sich Wasser oft so hartnäckig im Ohr hält. Es handle sich um ein anatomisches Problem, da die Gehörgänge zum Teil eine Schlitzform hätten und sehr eng seien. Auch könne Wasser durch den spitzen Winkel zwischen Trommelfell und Gehörgang oft nicht einfach zurückfließen. Auch die Adhäsionskraft sorge dafür, dass Wassertropfen am Trommelfell oder im Gehörgang haften blieben und vom Arzt entfernt werden müssen.

Badeotitis: Ohrenschmerzen nach dem Schwimmen

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Kommt es nach dem Baden zu heftigen Ohrenschmerzen, kann eine sogenannte Badeotitis, eine Form der Gehörgangentzündung schuld sein. Zu den Symptomen zählen Juckreiz und Ohrenschmerzen, die entstehen, wenn der natürliche "Schutzschild" aus Ohrenschmalz gestört wird und Keime in die empfindliche Haut des Gehörgangs eindringen, schreibt die "Apotheken Rundschau". Vor allem durch das Schwimmen und Tauchen in stillen Gewässern oder in fremden Meeren können Bakterien oder Pilze in den Gehörgang eindringen und eine Entzündung auslösen. In diesem Fall suchen Sie am besten gleich einen Arzt auf, der die Otitis medikamentös behandeln kann.

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So schön es ist, sich bei sommerlichen Temperaturen im kühlen Nass zu erfrischen, es kann mitunter Ohrenschmerzen hervorrufen. Wie Sie die Schmerzen lindern, erfahren Sie hier.

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