Nicht krank durch Vitamin-D-Mangel – Präparate nutzlos?

Dienstag, 11.02.2014

Vitamin-D-Mangel führt zu Krankheiten – das nahmen Experten zumindest lange Zeit an. Laut einer Studie ist der Mangel vielmehr Krankheitsfolge und Präparate zur Vorbeugung damit nutzlos.

Lange Zeit herrschte die Meinung vor, dass ein Vitamin-D-Mangel zu teilweise lebensbedrohlichen Erkrankungen wie Herzversagen, Krebserkrankungen oder Knochenbrüchen führen kann. Deshalb verschreiben viele Ärzte ihren Patienten bei Mangelerscheinungen bisher entsprechende Präparate, häufig auch vorbeugend. Wie die "Daily Mail" berichtet, kamen neuseeländische Forscher der Universität Auckland jetzt zu dem Schluss, dass sich mit Nahrungsergänzungsmitteln solchen Erkrankungen nicht vorbeugen lässt.

Vitamin-D-Mangel: Symptom statt Ursache

Das Forscherteam um Mark Bolland wertete hierfür insgesamt 40 randomisierte Studien aus und kam zu der Erkenntnis, dass Präparate gegen Vitamin-D-Mangel das Risiko weder für Herzversagen und Infarkte noch gegen Krebs und Knochenbrüche um mehr als 15 Prozent senken können. Laut den Ergebnissen, die die Wissenschaftler im Fachmagazin "The Lancet Diabetes & Endocrinology Journal" veröffentlicht haben, ist der gesundheitliche Nutzen von Vitamin-D-Präparaten verschwindend gering – wenn er denn überhaupt vorhanden ist.

Die Forscher vermuten sogar, dass ein Vitamin-D-Mangel oft gar nicht die Ursache für eine Erkrankung ist. Einige Untersuchungen legen stattdessen den Schluss nahe, dass Ursache und Wirkung häufig vertauscht würden. So hätte erst die Krankheit dazu geführt, dass der Körper weniger Vitamin D produziert habe.

Vitamin-D-Präparate nicht völlig nutzlos

Bei einem vorliegenden Vitamin-D-Mangel sind Nahrungsergänzungsmittel zwar nach wie vor wirkungsvoll, doch wer sich einen vorbeugenden Effekt für die erwähnten Erkrankungen erhofft, sollte das Geld vielleicht besser anders anlegen. Der Markt für solche Präparate wächst stetig, vor allem in den USA. Dort würde etwa die Hälfte aller Erwachsenen zusätzliches Vitamin D zu sich nehmen, obwohl die meisten von ihnen völlig gesund seien.

Einen immerhin geringen Nutzen stellten die Forscher älteren Menschen in Aussicht. Diese könnten zwar ebenfalls nicht das Risiko für Herzerkrankungen oder Krebs verringern, doch würden die Präparate die Knochenbruchgefahr senken. Wer seinem Körper lieber natürliches Vitamin D spendieren will, sollte sich auch in der Winterzeit viel im Freien aufhalten, wo das Sonnenlicht die körpereigene Produktion ankurbelt, oder Lebensmittel konsumieren, die reich an dem D-Vitamin sind. So etwa fettige Fischarten wie Hering oder Forelle oder aber Lebensmittel wie Champignons, Eier und auch Butter.

Klagen Sie häufiger über Kopfschmerzen? Diese sind oft Zeichen von Mangelerscheinungen durch fehlende Vitamine oder Mineralstoffe.

Mangelerscheinungen treten dann auf, wenn zu wenig Nährstoffe und Vitamine im Körper vorhanden sind.

 

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