Neue Studie: Das verhindert einen Kater

Montag, 06.02.2017

Nach einer durchzechten Nacht folgt meist ein übler Kater. Verhindern könnt ihr den angeblich, indem ihr literweise Wasser trinkt. Doch einer neuen Studie zufolge soll etwas ganz anderes dem Körper dabei helfen, wieder auf Touren zu kommen – beziehungsweise erst gar nicht so tief zu sacken. 

Salziges Frühstück, viel Wasser, Kopfschmerztabletten vor dem Schlafengehen – klingt alles gut in der Theorie, deinen Kater verhindern diese Mittel aber trotzdem nicht. Wissenschaftler haben sich den Hangover noch einmal genau angeguckt und sind zu bahnbrechenden Erkenntnissen gekommen.

Das Leiden auf dem Sofa hat ein Ende

Normalerweise kannst du mit einem Kater nichts anderes, als auf dem Sofa zu liegen und das Übel auszusitzen. Doch angeblich ist genau dieses Verhalten falsch. Bei der jährlichen Tagung der Gesellschaft für Neurowissenschaften wurden gleich zwei Studien vorgestellt, die besagen, dass sportliche Betätigung den negativen Einfluss von Alkohol auf unseren Körper mindert.

Der Versuchsaufbau

Für die erste Studie verabreichten Forscher der Universität von Louisville männlichen Mäusen über drei Monate entweder Alkohol oder Kochsalzlösung. Weitere drei Monate ließen sie diese schließlich auf dem Laufband trainieren. Die Ergebnisse waren eindeutig: Nach dem Alkoholkonsum waren die Körperzellen der Mäuse deutlich angegriffen. Dieser Effekt zeigte sich aber nur bei den faulen Nagern. Jene, die sich anschließend körperlich betätigten, wiesen keine negativen Veränderungen auf.

Und auch die zweite Studie der Universität von Houston belegte Gleiches. Als Versuchsobjekte wählten die Wissenschaftler weibliche Ratten. Die Hälfte bekam elf Wochen lang einmal pro Woche Alkohol, damit eine Partynacht simuliert wurde. Die andere Hälfte erlebte keinen Rausch. Dann wurden die Tiere entweder auf ein Laufband gesetzt oder in Ruhe gelassen. Die Ergebnisse beider Studien stimmten überein: Die Erinnerungsfähigkeit der Trinker-Ratten war aufgrund der Zellveränderungen und Zerstörung der Neuronen eingeschränkt und gemindert – aber nur bei denen, die nicht trainiert hatten.

Kater verhindern: Ab aufs Laufband?

Bedeutet das also, dass du aufs Laufband steigen musst, wenn du einen Kater verhindern möchtest? Möglicherweise! Natürlich lassen sich die Ergebnisse nicht eins zu eins auf den Menschen übertragen, aber es gibt doch bereits einige Hinweise darauf, dass Sport dem Gehirn und der physischen Fitness nach Alkoholgenuss gut tut. Wer regelmäßig trainiert, unterstützt die Neubildung von Neuronen, Alkohol zerstört diese. Beides in Kombination ergibt zumindest einen weniger schlimmen Effekt des Nervengifts auf den Körper.

So beugst du am besten einen Kater vor

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Das Allheilmittel für den Kater wurde noch nicht gefunden, einer neuesten Studie zu Folge, gibt es aber eine wirksame Methode den Kater zu verhindern. 
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06.02.2017 15:50
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