Nebenwirkungen von Johanniskraut – Aufgepasst!

Montag, 26.08.2013

Johanniskraut ist als natürlicher Stimmungsaufheller bekannt und beliebt, hat aber auch Nebenwirkungen. Es hemmt zum Beispiel die Wirkstoffe von mitunter lebenswichtigen Medikamenten.

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Das altbewährte Johanniskraut wird vor allem als natürlicher Stimmungsaufheller eingesetzt. Bei Prüfungen, Stress im Job oder nach einem Trauerfall wirkt es sich positiv auf die Stimmung aus. Auch zur Milderung der Beschwerden in den Wechseljahren wird Johanniskraut gerne genutzt. Als Prävention einer sogenannten Winterdepression ist es in vielen Formen als Hausmittel bekannt. Die meisten Präparate können theoretisch ohne ärztliche Anordnung eingenommen werden. Aber auch wenn die natürlichen Helfer zunächst harmlos erscheinen, gilt es auch hier, eventuelle Nebenwirkungen zu beachten. Daher sollten Sie nie auf Johanniskraut zurückgreifen, ohne vorab Rücksprache mit Ihrem Arzt zu halten. Gerade durch die nachgewiesene psychoaktive Wirkung der Pflanze sollte sie auch als solche behandelt werden. Vielleicht bieten sich im gemeinsamen Gespräch mit dem Hausarzt Alternativen - wie beispielsweise Gesprächstherapien im Fall von Depressionen - an. Wer dennoch nicht auf die unterstützende Wirkung von Johanniskraut verzichten will, sollte sich unbedingt informieren, um die Wechselwirkung mit anderen Medikamenten abzuklären.

Die Nebenwirkungen von Johanniskraut

Leichte Nebenwirkungen von Johanniskraut zeigen sich beim Sonnenbad. Es erhöht die Hautempfindlichkeit und dadurch auch die Sonnenbrandgefahr. Bei einer Behandlung mit Anti-Depressiva sollten Sie auf die zusätzliche Einnahme von Johanniskraut verzichten. Da es, genauso wie die pharmazeutischen Wirkstoffe, die Wiederaufnahme von Neurotransmittern hemmt, kann sich die Wirkung ungewollt intensivieren. So können Nebenwirkungen wie Übelkeit, Müdigkeit und Schwitzen unter Umständen schneller oder verstärkt auftreten. Auch im Wechsel mit anderen Wirkstoffen wirkt sich das Heilkraut negativ aus. So beeinflusst es zum Beispiel die Effektivität der Antibabypille und anderer hormonregulierender Medikamente. Das gilt auch für Patientinnen mit einer Brustkrebserkrankung, die mit einer hormonellen Therapie behandelt werden. Sie sollten außerdem bei Wechseljahrbeschwerden auf Johanniskraut verzichten. Lebensbedrohlich wird Wirkung des Krauts auch in der Kombination mit Immunsuppressiva, Gerinnungshemmern oder bei einer Chemotherapie. Diese Medikamente werden dann zu schnell in der Leber abgebaut bzw. deren Wirkstoffe durch die Enzyme gehemmt, bevor sie sich entfalten können.

Johanniskraut ist eine Heilpflanze der besonderen Art: Sie hilft nicht nur gegen Depressionen, sondern auch gegen zahlreiche weitere Beschwerden.

Gelbe Blüte, roter Saft, große Wirkung: Johanniskraut hilft nicht nur gegen Depressionen. Als homöopathisches Mittel kommt es auch zum Einsatz bei Durchfall, Unruhe, trockener Haut, Kopfschmerzen, Wunden, Verrenkungen, Bronchitis und vieles mehr!

 

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