Nahrungsergänzungsmittel wirkungslos gegen Gelenk-Verschleiß

Donnerstag, 30.10.2014 Feven Berhane

Um die mit Arthrose eingehenden Schmerzen zu bewältigen, versprechen Hersteller Linderung durch Nahrungsergänzungsmittel. Studien können eine positive Wirkung  jedoch nur sehr bedingt bestätigen

Nahrungsergänzungsmittel halten in Bezug auf Krankheiten wie Arthrose offenbar nicht immer, was sie versprechen. Jüngste Studien über die Wirksamkeit von Nahrungsergänzungsmitteln belegen nun, dass die Einsetzung von Nahrungsergänzungsmittel überdacht werden sollten, so Online Wissenschaftsmagazin idw-online.de

Nahrungsergänzungsmittel Glucosamin die Ausnahme

Viele Medikamente, die einer Arthrose vorbeugen oder ihr Fortschreiten verhindern sollen, lägen scheinbar nur knapp über oder auf dem Niveau eines Placebo-Effekts, zitiert das das Online Wissenschaftsmagazin Dr. med. Uwe de Jager, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie aus Freudenstadt. Offenbar  gelte dies ebenfalls für Nahrungsergänzungsmittel wie Chondroitin-Sulfat, Muschelextrakte, acetyliertes Hydroxprolin (Oxaceprol), aber auch für homöopathische Mittel, Gele, Salben und Sprays, berichtet das idw-online.de. Nur Glucosamin weise scheinbar bessere Ergebnisse auf, was daran liegen könnte, dass jene Substanz ohnehin im Knorpel vorkomme und eine unterstützende Rolle in der Gelenkfunktion einnehme.

Medikamente bei Arthrose

Statt auf Nahrungsergänzungsmittel zurückzugreifen könnten jedoch einige Medikamente die mit Arthrose eingehenden Schmerzen bekämpfen. Mit einer medikamentösen Behandlung werde außerdem für eine bessere Lebensqualität gesorgt. Orthopäden sollten bei der Behandlung zwischen entzündeten und nicht entzündeten Gelenken unterscheiden.

Läge eine Entzündung vor, sei es wichtig, diese zu bekämpfen um den Fortschritt der Arthrose zu stoppen. Dafür empfehle Dr. de Jager nicht steroidale Antirheumika (NSAR) wie Diclofenac, Ibuprofen oder auch Coxibe.

Leide ein Patient zwar nicht unter einer akuten Entzündung, aber dennoch unter Schmerzen, empfehle der Arzt aus Freudenstadt Paracetamol, schwache Opiate oder auch Medikamente, die den Nervenschmerz beseitigen.

Alternative: Injektionen

Bei Arthrose in den Knien, helfe eine Injektion mit Hyaluronsäure, so das Wissenschaftsmagazin. Dennoch benötige nicht jeder Arthrose-Patient automatisch eine Schmerzbehandlung: „Erfreulicherweise hat fast jeder zweite Arthrose-Patient überhaupt keine Schmerzen. Die anderen Betroffenen können zielgerichtet mit schmerzlindernden Substanzen behandelt werden“, zitiert idw-online.de Dr. de Jager.

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Nährungsergänzungsmittel gegen den Verschleiß der Gelenke, helfen offenbar nur bedingt.

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