Nahrungsergänzungsmittel – Wie gesund sind sie?

Dienstag, 19.11.2013

Das Geschäft mit Nahrungsergänzungsmitteln boomt wie nie zuvor – und ein Ende ist noch lange nicht in Sicht. Dabei warnen immer mehr Institutionen vor den Risiken und Gefahren der Mittel.
Laut der "Wirtschaftswoche" nimmt inzwischen jeder dritte Deutsche Nahrungsergänzungsmittel zu sich und lässt sich das im Jahr bis zu 300 Euro kosten. Von den europaweit sechs Millionen Euro, die mit den Mitteln erwirtschaftet werden, kommen alleine vier Millionen aus Deutschland. Doch aufgrund des zunehmenden Gesundheitsbewusstseins der Deutschen werden die Einnahmen zukünftig voraussichtlich noch ansteigen – zur Freude der Hersteller.


Nur in Absprache mit dem Arzt einnehmen

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Nahrungsergänzungsmittel fallen nicht in die Kategorie der Arzneimittel, da sie nicht mit einer heilenden, sondern nur mit einer "gesundheitsfördernden Wirkung" beworben werden dürfen. Doch auch wenn es sich offiziell um Lebensmittel handelt, bergen sie laut Verbraucherzentrale einige Gefahren. Denn Hersteller müssen nicht auf Risiken oder Nebenwirkungen hinweisen – schließlich handelt es sich um keine Arznei. Ernährungsexpertin Angela Clausen von der Verbraucherzentrale in NRW weiß jedoch, dass "zumindest in Fachkreisen bekannt [ist], dass falsch verwendete Vitamin- und Mineralstoffzusätze sowie spezielle Pflanzenextrakte die Gesundheit schädigen können." Die Gefahr der Schädigung bestehe besonders bei älteren Menschen.
Was außerdem nur wenige wissen: Nahrungsergänzungsmittel können die Wirksamkeit von ärztlich verschriebenen Medikamenten herabsetzen. Aus diesem Grund sollte die Einnahme von Ergänzungsmitteln unbedingt zuvor mit dem Arzt besprochen werden. Zu viel des Guten kann wie so oft zur gesundheitlichen Gefahr werden.
Nahrungsergänzungsmittel aus der Natur
Isolierte Pflanzenwirkstoffe wie Ginkgo gehören zu den gefährlichsten Nahrungsergänzungsmitteln ihrer Art. Beworben werden sie allerdings mit ihrer durchblutungsfördernden und leistungssteigernden Wirkung. Die Nebenwirkungen der Präparate, die mehr als fünf Mikrogramm Wirkstoffe pro Gramm enthalten, reichen jedoch von Übelkeit über Erbrechen bis hin zu Allergien. In einem zubereiteten Tee stellte die Verbraucherzentrale sogar 90 Mikrogramm pro Tasse fest.
Ernährungsexpertin Angela Clausen rät ohnehin, auf Nahrungsergänzungsmittel zu verzichten. Zwar propagieren Werbung und Hersteller, dass wir heute mit unserer Ernährung nicht mehr alle Vitamine und Mineralien aufnehmen können. Doch das ist laut Clausen ein Trugschluss: Obst und Gemüse sind die perfekten Nahrungsergänzungsmittel und das sogar von Natur aus.

Zu den lebensnotwendigen Mineralstoffen gehören, Calcium, Magnesium, Kalium.

Vitamine und Mineralien fördern unter anderem den Stoffwechsel im Körper. Sie tragen wesentlich zu unserer Gesundheit bei.

 

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