Nahrungsergänzungsmittel: Diese Nebenwirkungen gibt es

Sonntag, 20.09.2015 Julia Werner

Ob Vitamine, Mineralien oder pflanzliche Substanzen – Nahrungsergänzungsmittel liegen voll im Trend, doch viele wissen nicht, dass damit auch einige ungewünschte Nebenwirkungen einhergehen können. Hier finden Sie mehr Infos.

Nahrungsergänzungsmittel sollen unser Immunsystem stärken, Leistungsfähigkeit steigern und unser Wohlbefinden verbessern. Doch sind Sie oft viel zu hoch dosiert. Laut der Online-Ausgabe der Verbraucherzentrale NRW können durch solche hochdosierten oder falsch angewendeten Nahrungsergänzungsmittel gefährliche Nebenwirkungen auftreten, was sich schädlich auf unsere Gesundheit auswirkt

Das Problem mit den Nahrungsergänzungsmitteln

Nahrungsergänzungsmittel fallen nicht unter das Arznei- sondern unter das Lebensmittelgesetz. Daher sind sie einer weniger strengen Regulierung unterworfen und überall frei verkäuflich. Des Weiteren weisen viele Verbraucherschützer darauf hin, dass diese Zusatzstoffe häufig überdosiert sind und dadurch gesundheitsschädlich wirken können.

Unbewusste Nebenwirkungen durch Nahrungsergänzungsmittel

So könne zum Beispiel laut dem Online-Portal des NDR ein Gramm Kalzium zu viel am Tag zu einem erhöhten Herzinfarktrisiko führen. Selbstverständlich ist Kalzium ein wichtiger Nährstoff, auf den unser Körper angewiesen ist, doch brauchen wir dafür keine Nahrungsergänzungsmittel, da die benötigten Mengen normalerweise bereits über Lebensmittel wie Milch, Käse, Nüsse und Mineralwasser aufgenommen werden kann. Vier Portionen täglich reichen völlig aus!

Vitaminpräparate sind bei ausgewogener Ernährung ebenfalls überflüssig. Obst, Gemüse und  Salat enthalten ausreichend Vitamine! Zu hohe Vitamindosen könnten die Wahrscheinlichkeit steigern, Nierensteine zu bekommen. Außerdem könnten solche Nahrungsergänzungsmittel die Wirkung anderer Medikamente einschränken. So zum Beispiel Vitamin E: Laut dem NDR wirke es sich bei gleichzeitiger Einnahme von Blutfettsenkern negativ auf den Cholesterinspiegel aus. Vitamin A könne Haarausfall bedingen und Beta-Carotin steht unter dem Verdacht, bei Rauchern das Lungenkrebs-Risiko zu erhöhen.

Wer vermutet an Eisenmangel zu leiden und deshalb auch Nahrungsergänzungsmittel wie Eisenpräparate zurückgreift, läuft Gefahr sein Risiko für Arteriosklerose und Herzinfarkt zu steigern.

Test beim Arzt gibt Aufschluss über Nahrungsergänzungsmittel

Auf eigene Faust Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen kann zu einigen gefährlichen Nebenwirkungen führen, daher sollten Sie sich immer zuerst an einen Arzt wenden, falls Sie mit dem Gedanken spielen, bestimmte Präparate einzunehmen. Führen Sie am besten ein Ernährungsprotokoll über eine Woche. Das ermöglicht dem Arzt eine gezieltere und gründlichere Ernährungsanalyse. Erst wenn tatsächlich Ernährungsdefizite zu erkennen sind, dürfen Nahrungsergänzungsmittel verschrieben werden.

Der beste Tipp ist und beliebt dennoch: Verzichten Sie auf Nahrungsergänzungsmittel und ernähren sich gesund. Kaufen Sie bewusst ein und achten Sie auf eine ausgewogene Auswahl an Milch, Fisch, Obst, Gemüse, Käse und Nüssen!

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Welche Nebenwirkungen haben Nahrungsergänzungsmittel?

Nahrungsergänzungsmittel sollen unseren Körper unterstützen. Aber Vorsicht! Bei Überdosierung können gefährliche Nebenwirkungen auftreten.

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