Nahrungsergänzungen trotz gesundem Essen? – Viel hilft nicht viel

Montag, 05.08.2013

Gesunde Ernährung deckt meistens alle wichtigen Nährstoffe ab - nützt es etwas, wenn man zusätzlich Nahrungsergänzungen einnimmt oder schadet es sogar?

Alle Vitamine, die der menschliche Körper braucht, kann er im Normalfall ohne Probleme aus der Nahrung aufnehmen. Wer sich gesund und ausgewogen ernährt, braucht sich um Vitamin-Mangel keine Sorgen zu machen. Dennoch ist der deutsche Markt mit Nahrungsergänzungen überflutet, die dem Verbraucher vorgaukeln, dass sie ihn noch vitaler und leistungsfähiger machen.

Die Werbung spricht oft von häufig in der Bevölkerung vorkommenden Vitamin- und Mineralstoffdefiziten, die mit Pillen beseitigt werden sollen. Doch wie viel Wahrheit steckt in solchen Behauptungen? Selbst Verbraucher, die in Sachen Lebensmittel gut informiert und skeptisch sind, fühlen sich verunsichert. Viele Menschen achten auf ausgewogenes Essen und schlucken zusätzlich noch eine Multivitamin-Tablette, nur um auf Nummer sicher zu gehen. Doch für wen sind Nahrungsergänzungen wirklich sinnvoll?


Nahrungsergänzungen sind überflüssig
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) ist der Meinung, Nahrungsergänzungen seien bei gesunden Erwachsenen völlig überflüssig. Wer zu viele Vitamine zu sich nimmt, wird davon nicht "gesünder". Vielmehr werden überschüssige, wasserlösliche Vitamine einfach über den Urin ausgeschieden, aber erst nachdem sie von Leber und Niere verarbeitet wurden. Bei fettlöslichen Vitaminen ist es nicht so leicht - diese können sich im Körper ablagern und negative Nebenwirkungen verursachen. Im Klartext heißt das, eine Überdosis an Vitaminen ist belastend für den Organismus und kann sogar schädlich sein. Zuviel Vitamin C führt beispielsweise zu Nierensteinen und einem erhöhten Cholesterinspiegel, übermäßig Vitamin A und D reichert sich in der Leber an und zeigt sich in Vergiftungserscheinungen.

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Nahrungsergänzungen - für wen sind sie sinnvoll?
Aber es gibt auch Menschen, die trotz ausgewogener Ernährung von zusätzlichen Nahrungsergänzungen profitieren. Dazu gehören zum Beispiel Vegetarier und Veganer, die aufgrund ihrer Ernährung einen Mangel an B-Vitaminen haben können. Auch Schwangere und Stillende haben einen veränderten oder erhöhten Nährstoffverbrauch. Hier kann unter anderem ein Folsäurepräparat sinnvoll sein. Des Weiteren können Faktoren wie Rauchen, starker Alkoholkonsum oder ein hohes Lebensalter die Vitaminaufnahme trotz gesundem Speiseplan beeinträchtigen. Um schädliche Überversorgungen zu vermeiden, ist eine Absprache mit dem Arzt vor jeder Einnahme von Nahrungsergänzungen ratsam.

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Ein täglicher Bedarf des Körpers an Vitaminen und Mineralstoffen muss gedeckt werden.

 

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05.08.2013 11:47
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