Mit Schmerzmitteln gegen Migräne: Das ist zu beachten

Dienstag, 24.06.2014

Wer unter Migräne leidet, für den sind Schmerzmittel oft die einzige Lösung, um die immer wiederkehrenden Kopfschmerzen zu bekämpfen. Doch auch hier ist Vorsicht geboten.

Bei der Behandlung von Migräne werden zwei Therapieformen unterschieden. Liegt ein akuter Kopfschmerzanfall vor, wird eine Akuttherapie eingeleitet, um die Symptome zu lindern. Eine vorbeugende medikamentöse Behandlung zwischen zwei Migräneanfällen bezeichnet man dagegen als Prophylaxe. Welche Methode die geeignete ist, sollten Sie als Migränepatient dabei mit Ihrem behandelnden Arzt absprechen. Um Schmerzmittel kommen Migränepatienten dabei allerdings bei beiden Varianten nicht herum.

Diese Schmerzmittel helfen

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Wie die "Apotheken Umschau" schreibt, sind bei leichten mit mittelschweren Migräneanfällen im Normalfall Schmerzmittel aus der Gattung der Nicht-opioid-Analgetika und nicht-steroidale Antirheumatika geeignet. Für Erwachsene mit Migräne werden oft die Schmerzmittel-Klassiker Ibuprofen und Paracetamol verschrieben. Ebenso wird Migräne oft mit Acetylsalicylsäure (ASS) und Naproxen behandelt. Sehr schwere Migräneattacken werden mit sogenannten Triptaten behandelt, die in den Stoffwechsel des Botenstoffs Serotonin eingreifen.

Besonders schnell nimmt der Körper diese Wirkstoffe gegen Migräne auf, wenn sie als Kau- oder Brausetabletten verabreicht werden. Paracetamol wirkt dagegen laut "Apotheken Umschau" am besten als Zäpfchen.

Vorsicht , Nebenwirkungen!

Wenn Sie unter Migräne leiden, sollten Sie Schmerzmittel dennoch nicht häufiger als zehn Tage im Monat und nicht länger als drei Tage hintereinander einnehmen, da sonst das Gegenteil der erwünschten Wirkung eintreten kann und dauerhafte, medikamenteninduzierte Kopfschmerzen die Folge sind. ASS-Schmerzmittel können laut "Netdoktor.de" bei regelmäßiger Einnahme zu Magengeschwüren führen. Durch eine Überdosis Paracetamol kann es dagegen zu Leberschäden kommen, während bei anderen Schmerzmitteln sogar Nierenfunktionsstörungen drohen. Eine Migräne-Therapie mit Schmerzmitteln sollte daher immer in Absprache mit Ihrem Arzt erfolgen.

Alternative Hilfsmittel bei Migräne

Um chronischen Kopfschmerzen und Migräneattacken vorzubeugen, rät Stefanie Förderreuther von der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft in der "Hamburger Morgenpost" zum Erlernen von Entspannungstechniken sowie zum regelmäßigen Ausdauersport. Trete die Migräne mehr als dreimal im Monat auf und reagiere nicht gut auf Akuttherapien, könnten Schmerzmittel in Absprache mit dem Arzt über begrenzte Zeit auch prophylaktisch verabreicht werden, um die Krankheit "zu beruhigen", so die Expertin.

Migräne sollte nur unter ärztlicher Aufsicht behandelt werden, da Schmerzmittel ernshafte Nebenwirkungen haben können.

Migräne kann mit Schmerzmittel behandelt werden. Doch sollte dies nur unter Aufsicht von einem Arzt erfolgen, da Schmerzmittel ernste gesundheitliche Schäden verursachen können.

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24.06.2014 10:00
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