Massage bei Nackenschmerzen – Auf die Länge kommt es an

Donnerstag, 03.04.2014

Massagen können Menschen mit Nackenschmerzen nur dann helfen, wenn die Therapie möglichst häufig und in ausgedehnten Sitzungen erfolgt. Andernfalls sind Massagen wirkungslos.

Wer unter Nackenschmerzen leidet, erhofft sich von Massagen Linderung, muss aber meist feststellen, dass die Therapie nicht die erhoffte Wirkung zeigt. Schon bald stellen sich die Schmerzen wieder ein. In bisherigen Studien schnitt die Massage als Therapiemaßnahme bei Nackenschmerzen regelmäßig schlecht ab, sodass Ärzte sie nur selten verschreiben. Laut einem Bericht von "Spiegel Online" könnten US-Forscher nun herausgefunden haben, weshalb die Behandlung nur selten anschlägt: Sie ist ganz einfach zu kurz und wird zu selten durchgeführt.

Massagen können bei Nackenschmerzen helfen

Das Mediziner-Team um Karen Sherman von der Universität in Washington untersuchte in einer Studie mit 228 Teilnehmern die Auswirkungen von Massagetherapien bei Patienten mit Nackenschmerzen. Sie stellten dabei die bereits erwähnte Intensität der Behandlungen in den Fokus. Die Forscher teilten die Probanden in insgesamt sechs Gruppen ein.

Die Studienteilnehmer bekamen wöchentlich zwei oder drei Massagebehandlungen je 30 Minuten, die anderen Gruppen eine, zwei oder drei jeweils einstündige Therapien. Eine Testgruppe erhielt gar keine Massagen. Um die Ergebnisse nicht zu verfälschen, erteilten die Forscher keine Ratschläge, wie die Teilnehmer auf eigene Faust gegen die Nackenschmerzen vorgehen könnten.

Erfolgsformel: Länger, öfter, besser

Am Ende ihrer Studie kamen die Wissenschaftler zu der Erkenntnis: Auf die Länge kommt es an. Während die Probanden mit 30-minütigen Sitzungen weiterhin fast genauso häufig über Nackenschmerzen klagten wie die Testgruppe, ließen sich bei den Gruppen mit 60-minütigen Massagen deutliche Verbesserungen feststellen. Sie klagten über seltener auftretende oder weniger intensive Schmerzen. Je länger die Massage, desto wirksamer war sie also.

Daneben sorgte auch die Häufigkeit für einen gesteigerten Wirkungsgrad. Die Gruppe, die dreimal wöchentlich massiert wurde, klagte am wenigsten über Schmerzen. Zwar lässt die Studie wegen der geringen Anzahl an Teilnehmern keine generellen Schlüsse zu, gibt aber doch einen deutlichen Hinweis darauf, dass man die Massage als Therapiemaßnahme bei Nackenschmerzen noch nicht endgültig abschreiben sollte.

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