Magnesiummangel und seine Folgen – Ein Knochenjob?

Donnerstag, 24.04.2014

Ein Magnesiummangel könnte Auswirkungen auf den Vitamin-D-Haushalt haben, der letztendlich auf die Knochen geht. Wird der Mineralstoff tatsächlich unterschätzt?

Wie weitreichend sind die Folgen von Magnesiummangel auf unsere Knochen? Der Mineralstoff gilt bislang vor allem als Leistungsgarant für unsere Muskulatur. Auch an einem gesunden Knochenbau ist Magnesium beteiligt – unter Umständen viel stärker als bisher vermutet. Wie die "Stuttgarter Zeitung" berichtet, hält Klaus Kisters, Chefarzt an der Medizinischen Klinik der Universität Münster und Präsident der Gesellschaft für Magnesium-Forschung, die Rolle des Magnesiums für "unterschätzt".



Weniger Vitamin D durch Magnesiummangel

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Entscheidend bei der These von Kisters seien die Auswirkungen von Magnesiummangel auf den Vitamin-D-Haushalt des Menschen.  Vitamin D ermöglicht nämlich die Aufnahme von Kalzium, das bekanntlich für eine gesunde Knochendichte zuständig ist.
Zwei Studien würden dem Wissenschaftler zufolge die Vermutung nahelegen, dass ein Magnesiummangel auch einen Mangel an Vitamin D begünstigt. Darunter eine japanische Studie an Ratten, bei der die Mangelerscheinung Stoffwechselprozesse dabei behindere, Vitamin D in eine für den Körper verwertbare Form umzuwandeln.
Wie die "Stuttgarter Zeitung" weiter berichtet, hätte eine jüngere US-Studie im Gegenzug gezeigt, dass bei Menschen, die besonders viel Magnesium zu sich nehmen, das Risiko eines zu geringen Vitamin-D-Spiegels deutlich unter dem anderer Personen liege. Demnach wäre die Versorgung der Knochen mit Kalzium bei diesen Probanden sicherer als bei anderen. Allerdings ist hier nicht eindeutig festzustellen, ob das Magnesium allein für die verbesserte Aufnahme von Vitamin D geführt habe.
Wird der Magnesiumbedarf unterschätzt?
Daran, dass sich ein Magnesiummangel tatsächlich in der Knochendichte bemerkbar macht, gibt es jedoch auch Zweifel. Prof. Dr. Lorenz Hofbauer von der Uniklinik in Dresden schätzt den Einfluss auf die Knochen deutlich geringer ein: "Magnesium ist ein Co-Faktor für die Aktivität verschiedener Enzyme, die Prozesse von der Vitamin-D-Synthese über die Kalziumaufnahme bis hin zum Knochenumsatz steuern, und ist deshalb für einen gesunden Knochen wichtig. Allerdings muss sicherlich ein substanzieller Magnesiummangel vorliegen, damit sich dies körperlich bemerkbar macht", zitiert ihn das Blatt aus Stuttgart. Es braucht also noch viel Forschungsarbeit, um die These von Magnesium als Knochenjobber zu belegen – oder eindeutig zu widerlegen.

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