Magnesiummangel – Löst Katerbeschwerden aus

Dienstag, 11.03.2014

Die Kopfschmerzen nach übermäßigem Alkoholkonsum kennt wohl jeder. Dass der Kater unter anderem die Folge von Magnesiummangel ist, hat sich aber noch nicht überall rumgesprochen.

Sie werden fahrig und etwas zittrig, leiden an Kopfschmerzen und Übelkeit. Hier handelt es sich typische Symptome eines Katers – und von Magnesiummangel. Wer das eine andere Bier oder Glas Sekt zu viel trinkt, bringt seinen Magnesiumhaushalt durcheinander. Der Grund: Der Mineralstoff wird bei übermäßigem Alkoholkonsum verstärkt über die Niere ausgeschieden mit den bekannten Folgen, die in Fachkreisen auch als postalkoholische Insuffizienz bezeichnet werden.

Als Nebeneffekt tritt eine weitere Mangelerscheinung auf, und zwar die von Kalium. Magnesium steuert nämlich gleichzeitig den Kaliumhaushalt. Der Mineralstoff bestimmt, wie durchlässig Zellen für Kalium sind. Praktisch: Ist der Magnesiumhaushalt erst einmal wieder in Lot, wendet sich auch in Sachen Kalium bald wieder alles zum Guten.

Magnesiummangel ausgleichen

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Hilft es bei einem alkoholbedingten Magnesiummangel also, statt zu einer Kopfschmerztablette zu entsprechenden Mineralstoffpräparaten aus dem Supermarkt oder der Apotheke zu greifen? Endokrinologe Rolf-Dieter Hesch antwortet auf diese Frage im Interview mit "Spiegel Online": "Auch das soll helfen. Studien gibt es nicht, aber empirisch sei es so."

Es gibt allerdings eine Einschränkung: Die unangenehmen Folgen des Magnesiummangels lassen sich nur verhindern, wenn Sie die Tablette einnehmen, bevor der Kater auftritt. Am besten nehmen Sie ein Präparat mit 250 bis 500 Milligramm Magnesium vor dem Schlafengehen ein. Das sollte den Kater am nächsten Morgen verhindern oder zumindest erträglicher machen. Doch auch wenn Sie dies vergessen, lohnt sich die Einnahme auch noch am nächsten Tag. Sie helfen Ihrem Körper auf die Sprünge, auch wenn die Symptome des Magnesiummangels nicht schneller nachlassen werden als ohne Magnesiumpräparate.

Nebenwirkungen durch Magnesiumtabletten?

Wenn Sie hin und wieder einem Kater mit Magnesiumpräparaten vorbeugen wollen, können Sie das bedenkenlos tun. Eine Überdosierung kann jedoch zu Durchfall führen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt eine Tagesdosis von 250 Milligramm. Doch bei einem Magnesiummangel wird aber auch eine höhere Dosis eher nicht zu Nebenwirkungen führen. Positiv: In einem Test der Zeitschrift "Öko-Test" schnitten fast alle untersuchten Präparate mit "sehr gut" ab. 

Gesund und bewusst zu essen reicht aus um nicht an einer Mangelerscheinung zu leiden.

Calcium, Kalium, Folsäure und Magnesium sind nur wenige Mineralstoffe, die er Körper zum Leben braucht.

 

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Magnesiummangel
Löst Katerbeschwerden aus
Die Kopfschmerzen nach übermäßigem Alkoholkonsum kennt wohl jeder. Dass der Kater unter anderem die Folge von Magnesiummangel ist, hat sich aber noch...
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11.03.2014 12:55
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