Magen-Darm-Grippe vorbeugen: Impfung gegen Rotaviren

Freitag, 25.04.2014

Rotaviren gehören zu der Gruppe von Erregern, die eine Magen-Darm-Grippe verursachen können. Um Kinder und Säuglinge zu schützen, empfehlen Experten eine vorbeugende Impfung.

Wer einer Magen-Darm-Grippe vorbeugen will, kann dies nur sehr eingeschränkt. Abgesehen von den üblichen Hygienemaßnahmen ist ein Impfschutz nur in bestimmten Fällen möglich. Während es gegen das Norovirus noch keinen vorbeugenden Schutz gibt, ist eine Immunisierung gegen Rotaviren nicht nur möglich, sondern wird auch von der Ständigen Impfkommission (STIKO) des Robert-Koch-Instituts empfohlen.

Lebensgefahr durch Magen-Darm-Grippe
Rotaviren stellen vor allem für Säuglinge und Kleinkinder eine Gefahr dar. Sie lösen bei ihnen eine Magen-Darm-Grippe mit schwerem Durchfall aus und können epidemisch auftreten, warnen die Experten des Gesundheitsportals "onmeda.de". Die Erreger verbreiten sich vor allem in Säuglingsstationen von Krankenhäusern, weil bereits geringste Virenmengen für eine Infektion ausreichen. Die Erkrankung kann wegen einer möglichen Dehydration in schlimmen Fällen sogar tödlich verlaufen.

Seit 2006 ist ein Impfstoff gegen die Viren in Deutschland zugelassen, dessen Einsatz die STIKO seit 2013 empfiehlt. Insgesamt muss der Lebendimpfstoff in zwei bis drei Dosen verabreicht werden. Die Vorbeugemaßnahme gegen die Magen-Darm-Grippe bei Säuglingen erfolgt als Schluckimpfung und sollte so früh wie möglich vorgenommen werden, da sich so das Risiko unerwünschter Nebenwirkungen minimieren lässt.

Impfung gegen Rotaviren bei Säuglingen

In bis zu zwei von 100.000 Fällen kann es bei der Impfung gegen Rotaviren zu einer Darminvagination kommen. Hierbei stülpt sich ein Teil des Darms über einen anderen Teil, und es besteht die Gefahr eines lebensgefährlichen Darmverschlusses. Das Risiko steigt, je später Kinder gegen das Rotavirus geimpft werden.

Die erste Impfdosis sollte Säuglingen im Alter von sechs Wochen verabreicht werden, die Folgedosen im Abstand von vier Wochen. Ist die Vorbeugemaßnahme spätestens in der 32. Lebenswoche abgeschlossen, soll das Kind für etwa zwei bis drei Jahre gegen die Erreger immun sein. Anschließend sollten Sie dennoch weiterhin die allgemeinen Hygienemaßnahmen zur Vorbeugung einer Magen-Darm-Grippe beherzigen, da Ihr Kind lediglich gegen eine Virenart geschützt ist. Das Norovirus stellt weiterhin eine Gefahr für die Gesundheit des Säuglings dar.

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25.04.2014 10:44
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