Kopfschmerzen als Symptom – Bei Multipler Sklerose

Mittwoch, 22.01.2014

Laut einer Studie können Kopfschmerzen ein Symptom für Multiple Sklerose sein. Damit könnte die Diagnose der Erkrankung des zentralen Nervensystems verbessert werden.

Je früher Multiple Sklerose (MS) diagnostiziert wird, desto besser kann die Erkrankung behandelt werden. Kopfschmerzen zählten bisher nicht zu den typischen Symptomen bei MS. Forscher der Universität Rostock konnten in einer Studie jetzt aber einen Zusammenhang herstellen, berichtet der österreichische "Standard". Veröffentlicht wurden die Studienergebnisse im Fachjournal "Plos One".

Vor allem weibliche MS-Patienten betroffen

Dass Kopfschmerzen und Multiple Sklerose bisher nicht miteinander in Verbindung gebracht wurden, überrascht ob der Aussage von Professor Uwe Zettl von der Klinik und Poliklinik für Neurologie an der Universität Rostock: "Wir haben 200 Patientinnen und Patienten mit MS untersucht und festgestellt, dass 70 Prozent der Betroffenen unter Kopfschmerzen leiden." Darunter befanden sich auffallend viele Frauen.

Die Forscher hoben hervor, dass sich die Diagnose von Multipler Sklerose durch diese Beobachtung deutlich verbessern lässt. Bisher wurden die Kopfschmerzen der Betroffenen auf andere Ursachen zurückgeführt, sodass sich die korrekte Diagnose und damit auch die Therapie verzögerten.

Kopfschmerzen und frühe MS-Diagnose

Die Kopfschmerzen, unter denen die Patienten leiden, würden sich zudem deutlich von anderen Arten unterscheiden. "Bei den Kopfschmerzen handelt es sich nicht um klassische Migräneschmerzen", so Kopfschmerzforscher Peter Kropp, der ebenfalls an der Studie beteiligt war. Stattdessen lassen sie sich direkt auf das Krankheitsbild von MS zurückführen und könnten damit in die Diagnosemethodik mit einbezogen werden und ein früheres Erkennen möglich machen.

Wie wichtig das ist, betont Uwe Zettl eindringlich: "Frühe Diagnose und der Einsatz eines individuellen Immuntherapeutikums sind die wichtigsten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Behandlung der Krankheit", zitiert ihn der "Standard".

Bei Multipler Sklerose handelt es sich um eine Erkrankung des zentralen Nervensystems, die bisher nicht geheilt, sondern nur behandelt werden kann. Betroffene erleiden eine in Schüben zunehmende Lähmung, die von weiteren Symptomen wie unter anderem Sehstörungen, Taubheitsgefühlen und Schmerzen begleitet wird. Je früher mit der Therapie begonnen wird, desto besser stehen die Chancen, die genannten Symptome zu lindern oder einzugrenzen. 

Klagen Sie häufiger über Kopfschmerzen? Diese sind oft Zeichen von Mangelerscheinungen durch fehlende Vitamine oder Mineralstoffe.

Mangelerscheinungen treten dann auf, wenn zu wenig Nährstoffe und Vitamine im Körper vorhanden sind.

 

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