Kaliummangel durch Ibuprofen: Risiken der Schmerzmittel

Montag, 27.01.2014

Bei einer unkontrollierten Einnahme kann das Schmerzmittel Ibuprofen die Nieren schädigen und anschließend zu einem lebensbedrohlichen Kaliummangel führen.

In Australien sind vier Fälle bekannt geworden, bei denen die Einnahme von Ibuprofen zu einem Kaliummangel mit lebensbedrohlichen Folgen geführt hat. Darüber berichtete "The Medical Journal of Australia". Die Betroffenen nahmen das Medikament wegen chronischer Schmerzen jeweils regelmäßig, aber in deutlich unterschiedlich hoher Dosierung ein.

Kaliummangel ist lebensbedrohlich

Während eine 45-jährige Patientin mit schweren Zahnschmerzen täglich 50 Tabletten des Schmerzmittels einnahm, lag die Dosis bei einem jüngeren Patienten mit Rückenschmerzen deutlich niedriger bei zehn Tabletten am Tag. Unabhängig von der Dosierung löste das Ibuprofen in beiden Fällen die Symptome von Kaliummangel aus. Dazu gehören etwa Herz-Rhythmus-Störungen, Lähmungserscheinungen, Muskelschwäche und Krämpfe. Die Patienten befanden sich damit in Lebensgefahr.

Ibuprofen kann Renal-tubuläre Azidose auslösen

Bei den Untersuchungen stellten die Ärzte um die leitende Endokrinologin Dr. Jennifer Ng fest, dass alle Patienten eine Gemeinsamkeit hatten: Sie litten unter einer Renal-tubulären Azidose (RTA). Dabei handelt es sich um eine Störung der Nieren. Sie ist verantwortlich dafür, dass das Blut dauerhaft zu sauer ist, weil die Nieren bestimmte Säuren nicht mehr über den Urin ausscheiden. Stattdessen scheidet der Körper Kalium aus, was zu dem diagnostizierten Mangel des lebenswichtigen Mineralstoffes führt.

Nachdem die Diagnose feststand, konnte allen Patienten mit einer Verabreichung von zusätzlichem Kalium geholfen werden. Sie mussten zwischen wenigen Tagen und mehreren Wochen im Krankhaus bleiben. Das ungewöhnliche an den Fällen war, dass sich unter den vier Fällen von durch RTA ausgelöstem Kaliummangel einer befand, bei dem die empfohlene Tagesdosierung von Ibuprofen nicht überschritten wurde.

Warnung an Ärzte und Patienten

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Dr. Jennifer Ng warnt deshalb vor einer zu sorglosen Einnahme des Schmerzmittels Ibuprofen: "Diese Fälle sollten Ärzten die möglichen Komplikationen vor Augen führen, die eine unbeaufsichtigte Einnahme von nicht rezeptpflichtigen Schmerzmitteln haben kann, und zwar einschließlich solcher, die ein hohes Missbrauchspotenzial durch ihren hohen Gehalt an Codein bergen." Patienten empfiehlt es sich, vor einer längerfristigen Einnahme von Ibuprofen Rücksprache mit ihrem Arzt zu halten.

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