Kaliummangel – Durch Cola verursacht

Mittwoch, 04.12.2013

Dass Cola nicht zu den gesündesten Getränken zählt, ist allgemein bekannt. Einer griechischen Studie zufolge soll ein Zuviel des Softdrinks auch zu Kaliummangel führen können.

Wie die Forscher im "Journal of Clinical Practice" (JCP) berichteten, kann es bei einem exzessiven Konsum von täglich drei oder mehr Litern Cola zu einem Kaliummangel, auch Hypokaliämie genannt, kommen. Da sowohl Zucker als auch Fruchtzucker für den Mangel verantwortlich sein können, ist es den Forschern zufolge auch unerheblich, ob Cola oder Diät-Cola konsumiert wird. Auch das in Cola enthaltene Koffein kann ursächlich für Kaliummangel sein. Wie genau die unterschiedlichen Faktoren wirken, ist noch unklar. "Eine Koffeinvergiftung scheint aber der wichtigste Faktor zu sein", resümiert Moses Elisaf, Internist an der Universität in Ioannina und einer der an der Studie beteiligten Forscher.

Folgen von Kaliummangel

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Infolge eines Kaliummangels kann es zu verschiedenen Beschwerden kommen. Sowohl Müdigkeit als auch Appetitverlust und Muskelschwäche gehören zu den auftretenden Mangelerscheinungen. Außerdem kann Kaliummangel zu Herzrhythmusstörungen oder Nierenschädigungen führen, wie die griechischen Forscher herausfanden. "Der Kaliumgehalt des Blutes sinkt, lebenswichtige Muskelfunktionen sind gefährdet", warnt Elisaf. 

Exzessiver Konsum von Cola

Dass es sich bei den in der Studie beschrieben Fällen um Einzelschicksale handelt, glauben die Forscher nicht. Denn alleine im Jahr 2007 soll der jährliche Konsum von Cola weltweit durchschnittlich 83 Liter pro Kopf betragen haben, mit 212 Litern pro Person waren die USA dabei Spitzenreiter. Da viele Menschen gar keine Cola trinken, könne davon ausgegangen werden, dass unter den Cola-Trinkern einige exzessive Konsumenten zu finden seien. Problematisch sei den Forschern zufolge vor allem, dass auftretende Symptome häufig nicht mit dem Konsum von Cola in Verbindung gebracht würden.

Wird die Ursache richtig erkannt, kann dem Kaliummangel entgegengewirkt werden. Doch auch Spätfolgen sind möglich. "Zwar erholen sich die meisten Patienten, wenn sie keine Cola mehr trinken und Kaliumpräparate nehmen", so Elisaf, jedoch könne ein chronischer Kaliummangel dazu führen, dass die Betroffenen auch in der Folge anfälliger für Komplikationen wie etwa Herzrhythmusstörungen seien. Um die Zusammenhänge des Konsums von Cola und einem auftretenden Kaliummangel besser verstehen zu können, sollen weitere Studien folgen. "Wir müssen herausfinden, wie viel zu viel ist", sagt Elisaf.

Kaliummangel Durch Cola verursacht

Wenn wir nicht dafür sorgen, dass wir ausreichend Nährstoffe und Vitamine bekommen, führt dies zu Mangelerscheinungen.

 

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