Johanniskraut und die Pille - Verhütung passé?

Montag, 19.08.2013

Viele nutzen Johanniskraut bei diversen Beschwerden des Alltags, ohne dabei zu wissen, wie das homöopathische Mittel die Wirkung von Medikamenten wie der Pille beeinflussen kann.

Egal ob depressive Verstimmungen, Schlaflosigkeit oder Magen-Darm-Beschwerden, das Johanniskraut hat sich als eines der idealen homöopathischen Mittel gegen kleine bis mittelschwere Unzulänglichkeiten erwiesen. Bei der Einnahme ohne Absprache mit dem behandelnden Arzt oder Apotheker, wissen leider viele nicht um die Wechselwirkungen mit Medikamenten, woraufhin meist ein böses Erwachen folgt. Denn auch wenn es sich "nur" um ein pflanzliches Mittel handelt, sind die Wechselwirkungen mit z. B. dem Asthmapräparat Theophyllin oder Simvastatin zur Cholesterinsenkung sehr wohl vorhanden und besonders die Wirkung des Johanniskrauts auf die Pille ist nicht zu unterschätzen.

Wie Johanniskraut die Wirkung der Pille schwächt

So wie jedes Arzneimittel ist die Pille aus mehreren Bestandteilen aufgebaut. Der Wirkstoff, welcher letztendlich die verhütende Funktion erfüllt, wird vom Körper über den Darm resorbiert und verhindert so eine mögliche Schwangerschaft. Alle restlichen Stoffe, für die der Körper keine Verwendung hat, werden über die Leber, die maßgeblich für die Entgiftung zuständig ist, ausgeschieden.

Das Johanniskraut hat nun, neben seiner heilenden Wirkung auch den Nebeneffekt, dass es bestimmte Enzymsysteme in Darm und Leber aktiviert, die den Stoffabbau beschleunigen. Dadurch wird dem Körper signalisiert, dass er Fremdstoffe, also auch die Pille, schneller abbauen muss, wodurch ein erheblicher Anteil der Wirkstoffe von Darm und Leber vernichtet wird. Weniger Wirkstoff bedeutet natürlich verminderte Wirkung, also eine geschwächte Empfängnisverhütung. Es besteht allerdings nicht gleich ein Grund zur Panik. Nicht jede Frau, die Johanniskraut und die Pille gleichzeitig einnimmt, wird nach wenigen Tagen schwanger. Ein kleines Risiko besteht aber.

Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker

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Am sichersten ist es natürlich, sich von einem Hausarzt oder noch besser einem Frauenarzt beraten zu lassen, um sich optimal gegen eine Schwangerschaft zu schützen. Auch sollte man beachten, dass Johanniskraut im Körper ebenso abgebaut wird wie jedes andere Mittel auch und es sollte nach fünf bis sieben Tagen ausgeschwemmt werden, was die Wirkung der Pille dann nicht mehr beeinflussen sollte. Fazit: Wenn Sie sich vorab informiert haben und Ihnen Ihr Arzt grünes Licht gibt, können Sie Johanniskraut ruhigen Gewissens zu sich nehmen.

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Johanniskraut ist eine Heilpflanze der besonderen Art: Sie hilft nicht nur gegen Depressionen, sondern auch gegen zahlreiche weitere Beschwerden.

Gelbe Blüte, roter Saft, große Wirkung: Johanniskraut hilft nicht nur gegen Depressionen. Als homöopathisches Mittel kommt es auch zum Einsatz bei Durchfall, Unruhe, trockener Haut, Kopfschmerzen, Wunden, Verrenkungen, Bronchitis und vieles mehr!

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