Johanniskraut im Altertum – Kraut mit Geschichte

Montag, 29.07.2013

Johanniskraut ist zwar heutzutage sehr bekannt für seine Einsatzmöglichkeit und Heilwirkung bei unterschiedlichen Beschwerden, es ist aber keineswegs eine Entdeckung der Neuzeit.

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Obwohl in den letzten Jahrhunderten mit der industriellen Entwicklung und der wissenschaftlichen Forschung immer mehr Entdeckungen gemacht wurden und immer neue Heilmittel entwickelt wurden, gibt es altbekannte Kräuter, die bereits im Altertum bekannt waren und für das körperliche oder seelische Wohl der Menschen eingesetzt wurden.

Johanniskraut und seine Geschichte

Johanniskraut ist schon seit Jahrtausenden bekannt, wobei die meisten bekannten Aufzeichnungen sich auf den Tod von Jesus Christus oder die spätere Anwendung z.B. im Mittelalter beziehen. Durch die große Bekanntheit über so lange Zeit in weiten Teilen Europas und Asiens hat Johanniskraut etliche Beinamen bekommen. So wurde es zum Beispiel Christusblut genannt, weil es unter seinem Kreuz gewachsen sein soll und sein Blut auffing, wobei die Flüssigkeit im Stängel der Pflanze auch oft als blutrot bezeichnet wird.

Außerdem soll die Pflanze direkt aus dem Blut des Täufers Johannes gewachsen sein, nachdem er geköpft wurde, weshalb es später den Namen Johanniskraut bekam. Die meisten anderen Namen beziehen sich jedoch auf seine angenommene oder tatsächliche Wirkung. Es wurde unter anderem Teufelsflucht oder Hexenkraut genannt und als Zaubermittel eingesetzt, da man die Hoffnung hatte, es könnte vor dem Teufel, Dämonen und bösen Hexen schützen. Aber auch gegen Unwetter sollte es helfen. Da Johanniskraut zur Sommersonnenwende blüht und wunderschön leuchtet, war es Tradition, dass Mädchen und junge Frauen zu Midsommar Kränze aus dieser Pflanze trugen, um eine Verbindung zur Sonne bzw. zum Sonnenlicht zu schaffen, was für Glück und Freude stand und einen magischen Schutz gegen Geister schenken sollte. Auch für kleinere Zaubereien wurde es eingesetzt, unter anderem gegen Würmer im Käse, zum Herbeiträumen des Bräutigams und zur Steigerung der Lust und Leidenschaft unter Liebenden.

Johanniskraut als Heilmittel in früheren Zeiten

Einige heilende Wirkungen der Pflanze wurden schon sehr früh entdeckt. Johanniskraut wurde bereits vor ca. 2000 Jahren zur Wundheilung und bei Vergiftungen eingesetzt, sollte Entzündungen hemmen und bei Magen-, Darm- und Gallenproblemen helfen. Seit dem Mittelalter wird es auch gegen psychische Probleme eingesetzt.

Johanniskraut ist eine Heilpflanze der besonderen Art: Sie hilft nicht nur gegen Depressionen, sondern auch gegen zahlreiche weitere Beschwerden.

Gelbe Blüte, roter Saft, große Wirkung: Johanniskraut hilft nicht nur gegen Depressionen. Als homöopathisches Mittel kommt es auch zum Einsatz bei Durchfall, Unruhe, trockener Haut, Kopfschmerzen, Wunden, Verrenkungen, Bronchitis und vieles mehr!

 

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