Johanniskraut gegen Depressionen – Wie gut hilft es wirklich?

Donnerstag, 06.02.2014

Helfen pflanzliche Mittel wie Johanniskraut wirklich bei Depressionen? Oder ist gegen die psychischen Erkrankungen kein Kraut gewachsen?

Wer an Depressionen leidet, bekommt häufig Psychopharmaka verordnet. Aber auch pflanzliche Mittel wie Johanniskraut sollen eine Erkrankung lindern können. Eine umfangreiche Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass Präparate mit Johanniskraut zumindest bei leichten bis mittelschweren Depressionen helfen können. Doch nicht jedes Johanniskraut-Präparat zeigt dieselbe Wirkung.

Johanniskraut in Studien getestet

Wie die Techniker Krankenkasse (TK) berichtete, wertete ein Forscher-Team der Cochrane Collaboration 29 unterschiedliche Studien über Johanniskraut aus, an denen insgesamt etwa 5.500 Probanden teilgenommen hatten. Alle Studien waren zu dem Zweck durchgeführt worden, Erkenntnisse über die Wirkung von Johanniskraut bei Patienten mit Depressionen zu erlangen. Die Vorgehensweise variierte jedoch bei den unterschiedlichen Untersuchungen. So wurde in einigen Studien die Wirksamkeit von Johanniskraut im Vergleich zu Placebos untersucht, in anderen hingegen wurde das pflanzliche Mittel mit chemischen Medikamenten verglichen. Die Probanden, die an den Studien teilnahmen, litten an unterschiedlich starken Depressionen

Gute Ergebnisse bei leichten und mittelschweren Depressionen

Die Auswertungen der Forscher zeigen, dass Johanniskraut bei leichten und mittelschweren Depressionen zu einer signifikanten Linderung der Beschwerden führen konnte. Dabei standen die pflanzlichen Präparate den herkömmlichen Antidepressiva in der Wirksamkeit offenbar in nichts nach. Auch die Studien, in denen eine Vergleichsgruppe ein Placebo erhalten hatte, konnten diese Ergebnisse stützen. Ob sich Johanniskraut auch langfristig für eine Behandlung von Depressionen eignet, ist jedoch unbekannt. In den untersuchten Studien waren die Probanden lediglich über einen Zeitraum von wenigen Wochen untersucht worden. 

Bei den Probanden, die unter schweren Depressionen litten, konnten die Forscher jedoch unter der Einnahme von Johanniskraut keine signifikante Verbesserung der Beschwerden beobachten. Deshalb sei den Experten zufolge eine alleinige Behandlung mit Johanniskraut für Patienten mit schweren Depressionen wenig sinnvoll.

Verschiedene Präparate

Die Forscher weisen zudem darauf hin, dass nicht jedes der vielen verschiedenen Johanniskraut-Präparate dieselbe Wirkung zeigt. Innerhalb der Studie nahmen die Probanden zumeist Medikamente ein, bei denen eine Tagesdosis des Johanniskrauts zwischen 500 und 1.200 Milligramm ausmachte. Für eine Aussage über die optimale Dosierung der Pflanze lieferten die Studien den Forschern zufolge jedoch nicht genügend Daten. 

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