Joggen gegen Kopfschmerzen – Laufen als Therapie

Mittwoch, 26.02.2014

Wer regelmäßig unter Migräne-Kopfschmerzen leidet, kann mit Joggen dagegenhalten. Bereits moderates Training an drei Tagen in der Woche kann die Anzahl der Attacken verringern.

Studien der Universität Kiel haben ergeben, dass sportliche Betätigung wie Joggen oder Walking gegen Kopfschmerzen helfen kann, die durch Migräne-Attacken ausgelöst werden. Die Forscher um Dr. Stephanie Darabaneanu und Dr. Claudia H. Overath wurden hierbei unterstützt von den Experten der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG). Die Ergebnisse stellten sie auf dem Deutschen Schmerzkongress in Mannheim vor. "Von all den nicht-medikamentösen Maßnahmen ist Sport das, was die Patienten unserer Erfahrung nach auch nach einem Jahr noch am häufigsten regelmäßig praktizieren", konstatiert Andreas Straube von der DMKG laut einem Bericht der "Fit for Fun".

20 Prozent weniger Migräne-Kopfschmerzen

Wer regelmäßig Ausdauersport wie Joggen oder auch Walking betreibt, kann sowohl die Anzahl der Migräne-Tage reduzieren – durchschnittlich um 17,2 Prozent – als auch die monatlichen Stunden mit Kopfschmerzen. Hier sind es im Durchschnitt 21,8 Prozent weniger. Monatlich erlitten die Probanden 1,3 Attacken weniger.

Laut dem "Ärzteblatt" gehört die Studie damit zu insgesamt nur zehn Untersuchungen, die sich mit dem Zusammenhang von Sport und Kopfschmerzen befasst haben. Allerdings konnten nur fünf davon eine positive Wirkung nachweisen. Bei den anderen stellten die Forscher entweder keinen Zusammenhang fest oder erhielten keine eindeutigen Ergebnisse.

Joggen oder Walking: Hauptsache stressfrei

Bei der Kieler Studie bildeten die Wissenschaftler zunächst zwei Gruppen mit Probanden, die seit durchschnittlich 20 Jahren unter wiederkehrenden Kopfschmerzen litten. Während die erste Gruppe sportlich nicht aktiv wurde, nahm die andere über einen Zeitraum von zehn Wochen dreimal wöchentlich an einem Lauftraining teil. "Es war ein leichtes halbstündiges Intervalltraining mit Gehpausen, welches die Leistungsgrenze der Probanden nicht überschritt", zitiert das Fachmagazin "Runnersworld" Studienleiterin Overath. Anschließend ließen sich die oben genannten Verbesserungen beobachten.

Zusätzlich überprüften die Wissenschaftler, welchen Einfluss die Intensität des Trainings auf die Ergebnisse hat. Dabei stellte sich laut Overath heraus: "Ob man Joggen oder Walken geht, ist also nicht wichtig, Hauptsache man verschafft sich regelmäßig Bewegung". Wichtig ist zusätzlich, dass Betroffene das Training gegen Kopfschmerzen nicht als Stress empfinden, denn dieser würde wiederum Kopfschmerzen begünstigen.

Klagen Sie häufiger über Kopfschmerzen? Diese sind oft Zeichen von Mangelerscheinungen durch fehlende Vitamine oder Mineralstoffe.

Mangelerscheinungen treten dann auf, wenn zu wenig Nährstoffe und Vitamine im Körper vorhanden sind.

 

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