Ist deine Pille gefährlich?

Montag, 11.04.2016

So gut wie jede Frau verhütet mit der Pille. Viele sind sich jedoch der Nebenwirkungen nicht bewusst. Denn diese können unter Umständen gefährlich werden. Hier erfährst du mehr.

In den USA geht es zurzeit rund. Denn wie das Nachrichtenportal spiegel.de berichtet hätten über 10.000 Frauen die Pharmahersteller ihrer Anti-Baby-Pille, wegen eines entstandenen Blutgerinnsels verklagt. Doch wie gefährlich ist das hormonelle Verhütungsmittel wirklich? Dazu hier mehr.

Pille erhöht Thromboserisiko

Laut spiegel.de sei das Risiko ein Blutgerinnsel zu entwickeln sehr gering. Trotzdem ist die Gefahr vorhanden. Denn wenn ein Blutgerinnsel entsteht, kann es wichtige Gefäße verstopfen, die beispielsweise zu einer Lungenembolie führen könnten.

Wie hoch ist das Risiko bei meiner Pille?

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte veröffentlichte einen Rote-Hand-Brief, der die Zahl zu den geschätzten Thrombosefällen pro Jahr zusammenfasst. Entscheidend bei der Untersuchung waren die Inhaltsstoffe der Anti-Baby-Pille, denn nicht jede birgt das gleiche Risiko. Ein Pillenreport, der im Auftrag der Techniker-Krankenkasse durchgeführt wurde gibt Aufschluss über die einzelnen Präparate.

Früher wurden die enthaltenen Östrogene als problematisch angesehen. Die Konzentration wurde aber im Laufe der Zeit stark herabgesetzt. Heute geht man davon aus, dass die enthaltenen Gestagene das Thromboserisiko erhöhen würden. Die enthaltenen Gestagene unterscheiden sich von Pille zu Pille und somit ist das Risiko ein Blutgerinnsel zu entwickeln nicht bei jeder Pille gleich.

In welcher Pille sind Gestagene enthalten?

Hier eine kleine Zusammenfassung, der meistverkauften Pillen:

1.    Pille auf Basis von Levonorgestrel
Thromboserisiko: 5 bis 7 geschätzte Fälle pro 10.000 Frauen im Jahr
Evaluna, Minisiston, Minisiston 20, Leona-Hexal, Asumate, Swingo, Leios, Trigoa, Femigoa, Femigyne, Microgynon, Levomin, Leanova AL, Femikadin, Illina

2.    Pille auf Basis von Drospirenon
Thromboserisiko: 9 bis 12 geschätzte Fälle pro 10.000 Frauen im Jahr
Maitalon, Aida, Yaz, Yasminelle, Yasmin, Petibelle

3.    Pille auf Basis von Desogestrel
Thromboserisiko: 9 bis 12 geschätzte Fälle pro 10.000 Frauen im Jahr
Lamuna, Desmin

Wer ist besonders gefährdet?

Wenn du die Pille nimmst und dich wenig bewegst, übergewichtig bist oder rauchst, erhöhst du das Risiko ein Blutgerinsel zu entwickeln. Auch genetische Faktoren können dabei eine Rolle spielen.
Lasse dich auf jeden Fall ausführlich von deinem Frauenarzt beraten. Vor allem wenn bei dir das Thromboserisiko durch oben genannte Umstände erhöht ist.

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Verhütungs-Check: Die Antibabypille

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