Gefahren von Kaliummangel – Erhöhtes Schlaganfallrisiko

Dienstag, 05.11.2013

Einer Untersuchung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge geht mit Kaliummangel ein erhöhtes Schlaganfallrisiko einher. Dabei könnten wir das Risiko relativ einfach minimieren.

Die WHO empfiehlt einen täglichen Konsum von mindestens 3,51 Gramm Kalium. Der tatsächliche Wert liegt allerdings weit darunter, was einen gesundheitsgefährdenden Kaliummangel zur Folge hat. Die Ursache ist auf den erhöhten Verzehr von Fertignahrungsmitteln zurückzuführen, die kaum noch Kalium enthalten. Des Weiteren haben viele Menschen kaliumreiche Lebensmittel – darunter Bohnen, Nüsse, Spinat oder Erbsen – von ihrem Ernährungsplan gestrichen oder erheblich reduziert.

Kaliummangel entgegenwirken

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Mithilfe von 33 Studien, bei denen mehr als 128.000 Teilnehmer mitgemacht haben, hat die WHO ermittelt, dass Kaliummangel das Risiko eines Schlaganfalls erhöht. Die Untersuchung hat ebenfalls ergeben, dass Ärzte viel zu zögerlich mit dieser Information umgegangen sind. Zu groß war die Angst, dass bei einer erhöhten Kaliumzufuhr Herz-Rhythmusstörungen die Folge sein könnten. Diese Sorge sei allerdings unbegründet, so die WHO. Lediglich Menschen mit einem Nierenleiden sollten sich vor zu viel Kalium in Acht nehmen, gesunde Nieren hingegen können es problemlos abbauen. Ein weiteres Ergebnis der Untersuchung war, dass das Risiko für einen Schlaganfall unter den Teilnehmern um 24 Prozent zurückgegangen sei, nachdem diese ihre Kaliumzufuhr um circa 1,6 Gramm erhöht haben. 

Blutdruck im Halbjahres-Rhythmus messen

Schon 2011 kam eine italienische Arbeitsgruppe unter der Leitung von Professor Pasquale Strazzullo zu einem vergleichbaren Ergebnis: Würden die Menschen mehr Obst und Gemüse essen, könnte so jährlich 1.155.000 Schlaganfällen vorgebeugt werden. Denn wie auch die Deutsche Stiftung Schlaganfall-Hilfe bestätigte, senken Hülsenfrüchte und unterschiedliche Obstsorten, die Kalium enthalten, den Blutdruck. Ist dieser hingegen erhöht, steigt bekanntlich das Risiko für einen Schlaganfall. Mit nur drei Bananen pro Tag lassen sich in der Regel die fehlenden 1,6 Gramm Kalium aufnehmen.

Außerdem raten Ärzte, alle sechs Monate den Blutdruck vom Hausarzt oder in der Apotheke überprüfen zu lassen, da Bluthochdruck in der Regel zu spät erkannt wird. Dabei kann das Schlaganfallrisiko bei rechtzeitiger Diagnose um bis zu 40 Prozent gesenkt werden.

Gefahren von Kaliummangel Erhöhtes Schlaganfallrisiko

Wenn wir nicht dafür sorgen, dass wir ausreichend Nährstoffe und Vitamine bekommen, führt dies zu Mangelerscheinungen.

 

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