Forscher können Grippe vorhersagen – Impfstoffoptimierung

Dienstag, 11.03.2014

Um für die nächste Grippewelle gewappnet zu sein, müssen die Grippeimpfstoffe auf die zu erwartenden Viren angepasst werden. Ein neues Prognosemodell soll hierbei helfen.

Die nächste Grippewelle kommt bestimmt. Doch die entscheidende Frage ist nicht, wann sie kommt, sondern in welcher Form. Je präziser Forscher den Grippestamm und dessen Eigenschaften vorhersagen können, desto effizientere Impfstoffe lassen sich gegen die Influenza herstellen. Ein neues Prognosemodell eines deutsch-amerikanischen Forscher-Duos soll die Vorhersage und damit auch die Entwicklung von Impfstoffen optimieren.

Grippeviren überleben durch Veränderung

RTEmagicC_Grippe-Symptome_TB.jpg.jpg

Grippeviren stehen im andauernden Kampf ums Überleben. Nur durch ständige Veränderung können sie die Abwehrsysteme von Organismen immer wieder überlisten und infizieren. "Damit das menschliche Immunsystem sie nicht mehr erkennt, müssen sie ständig ihre Eigenschaften verändern. Dann bekommt der Mensch wieder eine Grippe", sagt der Physiker Michael Lässig von der Universität Köln laut dem "Hamburger Abendblatt". Lässig stellte gemeinsam mit der Biologin Marta Luksza von der Columbia Universität in New York ein neues Prognosemodell im Fachjournal "Nature" vor.

Es soll mit einer Trefferquote zwischen 76 und 93 Prozent vorhersagen können, welche Virusstämme sich weltweit durchsetzen werden und damit bei der nächsten Grippewelle zu erwarten sind. Das Modell bedient sich als Hilfsmittel der Mathematik und berechnet auf Grundlage der Gene, welche Viren sich besonders effizient verändern und welche weniger flexibel sind und sich deshalb nicht durchsetzen können. "Es basiert auf dem darwinschen Evolutionsprinzip, wonach nur die Fittesten, also diejenigen Viren mit der höchsten Gesamtzahl an Nachkommen, überleben", beschreibt Lässig das Prinzip.

Optimierung von Impfstoffen erwünscht

Ziel ist es, die Grippeimpfstoffe genau auf die zu erwartenden Stämme abzustimmen. Gelingt dies, ließen sich schwerwiegende Grippewellen, die immer wieder auch Todesopfer fordern, eventuell verhindern oder zumindest abmildern. Soweit sind die Forscher Lässig und Luksza mit ihrem Prognosemodell aber noch nicht. Ob es helfen kann, Impfstoffe zu optimieren, muss zunächst noch in intensiven Untersuchungen und Tests unter Beweis gestellt werden. Die Wissenschaftler hoffen aber, dass das Modell noch genauere Vorhersagen treffen könnte, wenn es weiterentwickelt und mit zusätzlichen, präziseren Daten gefüttert würde.

Schmerzen sind ein unangenehmes Leid, dass heutzutage immer häufiger vorkommt.

Erkrankungen können den kompletten Alltag des Schmerzpatienten bestimmen.

 

Weitere Artikel

article
19895
Forscher können Grippe vorhersagen
Impfstoffoptimierung
Um für die nächste Grippewelle gewappnet zu sein, müssen die Grippeimpfstoffe auf die zu erwartenden Viren angepasst werden. Ein neues Prognosemodell...
http://www.fem.com/gesundheit/news/forscher-koennen-grippe-vorhersagen-impfstoffoptimierung
11.03.2014 11:21
http://www.fem.com/var/fem/storage/images/gesundheit/forscher-koennen-grippe-vorhersagen-impfstoffoptimierung/385254-1-ger-DE/forscher-koennen-grippe-vorhersagen-impfstoffoptimierung_contentgrid.jpg
Gesundheit

Kommentare