Folsäure-Versorgung überprüfen: Bluttest ist nötig

Donnerstag, 18.09.2014

Ein Mangel an Folsäure im Frühstadium der Schwangerschaft kann gefährliche Missbildungen bei Säuglingen verursachen. Ein Bluttest hilft, die Versorgung zu überprüfen.

Wird der Embryo während der Schwangerschaft nicht mit genügend Folsäure versorgt, drohen sogenannte Neuralrohrdefekte. Ein "offener Rücken" oder eine Anenzephalie, eine schwere Fehlbildung, bei der Teile der Schädeldecke und des Gehirns fehlen, können die Folge sein. Vor allem in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft ist eine ausreichende Versorgung mit Folsäure daher essenziell. Darüber, wie viel Folsäure eine Schwangere zu sich nehmen soll, gehen die wissenschaftlichen Meinungen jedoch auseinander, berichtet "aerzteblatt.de". Auch gebe es bestimmte Genmutationen durch die die Folsäurekonzentration im Blut sinken kann, sodass es unbemerkt zu Mängeln und dadurch zu embryonalen Fehlbildungen kommen kann.

Folsäure im Körper nachweisen

Um die vorhandenen Folsäurereserven im Körper anzuzeigen, ist ein entsprechender Bluttest schon vor der Schwangerschaft notwendig, so das Fachblatt. Wissenschaftler der amerikanischen Centers for Disease Control and Prevention in Atlanta haben Grenzwerte für Folsäure-Bluttests ermittelt. Dafür haben die Forscher Studien aus China ausgewertet, in denen die Auswirkungen der Vergabe von Folsäure untersucht wurden.

Aus dieser Studie ermittelten die US-Wissenschaftler einen Grenzwert von 1000 Nanomol pro Liter Blut. So viel Folsäure sollte im Körper vorhanden sein, damit es nicht zu Fehlbildungen kommt. Dieser Wert gilt allerdings nur für die Konzentration von Folsäure in den roten Blutkörperchen. Im Plasma kann die Konzentration stärkeren Schwankungen unterlegen sein, so die Forscher. Um herauszufinden, wie hoch Ihr Folsäurespiegel ist, sprechen Sie Ihren behandelnden Arzt also am besten schon auf einen Bluttest an, bevor Sie und Ihr Partner mit der Realisierung Ihrer Familienplanung beginnen.

Folsäure in der Nahrung

Folsäure, auch als Vitamin B9 bekannt, können Schwangere in den ersten Monaten über Nahrungsergänzungsmittel zu sich nehmen. Das wasserlösliche Vitamin ist aber auch in vielen alltäglichen Lebensmitteln enthalten. Wie bei "gesundheit.de" zu lesen, enthalten Kohl und Feldsalat zum Beispiel besonders viel Folsäure. Weiterhin ist die wichtige Substanz auch Bestandteil von Nüssen, Mandeln, Spargel, Bananen, Vollkornprodukten, Leber und Hefe.

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Vorsicht in der Schwangerschaft! Eine zu geringe Aufnahme an Folsäure kann schwerwiegende Folgen für den Fötus haben.

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