Folsäure-Supplementierung – Die Krebsrisiko-Debatte

Dienstag, 05.11.2013

Folsäure ist ein elementarer Bestandteil unserer Ernährung. Immer mehr Menschen greifen zu Supplementen, die den Körper zusätzlich mit dem Vitamin B versorgen sollen. 

Eng verknüpft mit der Folsäure-Supplementierung ist auch immer die Debatte über das damit angeblich einhergehende Krebsrisiko. Denn mehrere wissenschaftliche Studien – darunter eine der Haukeland Universitätsklinik in Bergen sowie eine aus den USA und Kanada – haben herausgefunden, dass zu viel Folsäure zu einer Erhöhung des Krebsrisikos führt.

Folsäure: Hilft oder schadet sie?

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Vor allem in Amerika wird Getreide zusätzlich mit Folsäure angereichert, um so den Folsäurebedarf der Bevölkerung besser abzudenken. Forscher haben in den 1990er-Jahren festgestellt, dass mit dieser Anreicherung auch vermehrte Erkrankungen an Darmkrebs einhergingen. Bis heute sind Wissenschaftler und Ärzte aus allen Bereichen damit beschäftigt, diesem nicht unbedeutenden Fakt nachzugehen. Bei all den veröffentlichten Studien ist dabei nur eines ersichtlich: Die Forschung ist sich zumindest darin einig, dass sie sich nicht einig ist.

Denn seit die Studien erschienen sind, die angeblich belegen, dass sich durch zusätzliche Folsäure das Krebsrisiko erhöht, folgen immer mehr Studien, die genau das widerlegen. So erst zu Beginn dieses Jahres. Eine Studie der Universität Oxford hat dafür die Daten von 50.000 Teilnehmern ausgewertet und dabei festgestellt, dass es zwischen der vermehrten Einnahme von Folsäure pro Tag und den Krebserkrankungen keinen signifikanten Zusammenhang gibt. Fazit der Studie war, dass Folsäure zwar nicht explizit das Krebsrisiko fördere, es andererseits aber auch nicht senkt.

Kein klar erkennbares Risiko

Was die Forscher bisher noch nicht einschätzen können, ist der Langzeiteffekt der Folsäure-Supplementierung. Außerdem sind sie der Meinung, dass das erhöhte Krebsrisiko auch nicht grundsätzlich besteht, sondern nur bei denjenigen, die eine deutlich erhöhte Menge des Vitamins zu sich nehmen. Der empfohlene Wert pro Tag liegt bei 1 mg – die deutlich erhöhte Zufuhr beträgt hingegen 4 Milligramm oder mehr pro Tag.

Zu den lebensnotwendigen Mineralstoffen gehören, Calcium, Magnesium, Kalium.

Vitamine und Mineralien fördern unter anderem den Stoffwechsel im Körper. Sie tragen wesentlich zu unserer Gesundheit bei.

 

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