Folsäure-Mangel bei Vätern – Fehlbildungen möglich

Dienstag, 21.01.2014

Nicht nur Mütter, sondern auch Väter sollten auf eine ausreichende Nährstoffversorgung achten, wenn sie Kinder zeugen wollen. Zu wenig Folsäure kann dem Nachwuchs schaden.

Für die Gesundheit  des Nachwuchses ist laut einer kanadischen Studie nicht allein eine ausgewogene Ernährung der Mutter wichtig. Leiden auch Männer unter einem Mangel an Folsäure, ist das Risiko erhöht, dass der Nachwuchs mit Fehlbildungen zur Welt kommt, berichtet der österreichische "Kurier".

Zu wenig Folsäure führt zu mehr Fehlbildungen

Die Wissenschaftler um Romain Lambrot von der McGill Universität in Quebec veröffentlichen die Ergebnisse der Studie im Fachjournal "Nature Communications". Den Einfluss von Folsäure auf das Erbgut hatten die Kanadier an Mäusen untersucht und dabei festgestellt, dass die Wahrscheinlichkeit von Fehlbildung signifikant anstieg.

Für ihre Versuche ernährten die Forscher zunächst trächtige Mäuse mit zu wenig Folsäure und setzten die Fehlernährung dann beim männlichen Nachwuchs fort. Anschließend stellten Sie die Fehlbildungsrate bei den Nachkommen dieser Mäuse denen einer Vergleichsgruppe gegenüber. Der Anteil von Jungtieren mit sichtbaren Fehlbildungen beispielsweise am Skelett lag bei 27 Prozent, während er bei gesund ernährten Nagern bei nur drei Prozent lag.

Erbgut nimmt Schaden durch Fehlernährung

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Als Ursache haben die Forscher Veränderungen des Erbguts ausgemacht, die durch die Mangelernährung hervorgerufen wurden. Das Prinzip sei so ähnlich zu verstehen wie der Einfluss durch Rauchen oder Alkohol. Die Aktivität der Gene würde dadurch verändert, die DNA in den Spermien so modifiziert, dass die Entstehung von Fehlbildungen begünstigt wird. Die Veränderungen durch zu wenig Folsäure können Väter an ihren Nachwuchs weitergeben. Wenn die gleichen Mutationen auch bei der Mutter vorliegen, ist die Wahrscheinlichkeit weiter erhöht, dass der Nachwuchs mit Erkrankungen zur Welt kommt, die sich auf die genetischen Veränderungen zurückführen lassen, wie in diesem Fall die Fehlbildungen.

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung mit ausreichend Folsäure ist damit keine Angelegenheit mehr, die allein der Mutter obliegt. Auch Männer, die Väter werden wollen, sollten auf ihre Ernährung sowie auf einen insgesamt gesunden Lebensstil achten. Im Falle der Folsäure vermuten die Wissenschaftler, dass bestimmte Bereiche des Spermas auf Einflüsse wie die Ernährung reagieren und anschließend genetische Informationen an die Kinder weitergeben, die einen weitreichenden Einfluss auf deren Gesundheit und Entwicklung nehmen können.

Zu den lebensnotwendigen Mineralstoffen gehören, Calcium, Magnesium, Kalium.

Vitamine und Mineralien fördern unter anderem den Stoffwechsel im Körper. Sie tragen wesentlich zu unserer Gesundheit bei.

 

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21.01.2014 16:23
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