Fiebersenkende Mittel gegen Grippe – Mehr Schaden als Nutzen?

Dienstag, 28.01.2014

Wer bei einer Gruppe fiebersenkende Mittel einnimmt, kehrt zwar schneller in den Job zurück, aber schadet damit seinen Mitmenschen. Eine kanadische Studie ist alarmierend.

Die typischen Symptome einer Grippe wie starkes Fieber und Kopf-, Muskel- und Gliederschmerzen sind lästig. In der Apotheke sind zahlreiche Mittel erhältlich, die dabei helfen, das Fieber zu senken und die Schmerzen zu lindern. Was den Körper eigentlich entlasten soll, kann laut einer kanadischen Studie jedoch verheerende Folgen haben.

Mehr Grippefälle wegen Medikamenten

Wie "Focus Online" berichtet, hat ein Forscherteam um David Earn von der McMaster University im kanadischen Hamilton herausgefunden, dass die Einnahme von Medikamenten zu unerwünschten Folgen für den Körper, vor allem aber für die Mitmenschen führen kann. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler im Fachmagazin "Proceedings of the Royal Society".

Demnach würden sich bei einer Grippewelle fünf Prozent der Infektionen – und damit auch viele Todesfälle – vermeiden lassen, wenn sich Erkrankte nicht so früh wieder unter Menschen begeben würden, indem sie etwa wegen unterdrückter Symptome in den Job zurückkehren. Wer fiebersenkende Mittel gegen Grippe einnimmt, fühlt sich recht bald wieder gesünder, als er tatsächlich ist: Obwohl er noch ansteckende Viren in sich trägt, kommt er in Kontakt mit Menschen, die sich unnötig mit den Grippeerregern anstecken. Selbst, wer nicht gezielt zu fiebersenkenden Mitteln greift, unterliegt häufig dem Irrtum, bereits genesen zu sein. Der Grund: Auch viele einfache Medikamente gegen Erkältung enthalten Wirkstoffe, die das Fieber bekämpfen. Dieser Umstand sei sogar vielen Hausärzten nicht bewusst.

Natürliche Immunabwehr wird gehemmt

Medikamente gegen Fieber können eine Grippe sogar hinauszögern, weil sie das natürliche Abwehrsystem des Körpers hemmen. Der Temperaturanstieg hilft schließlich dabei, die Grippeviren zu bekämpfen, die empfindlich auf höhere Temperaturen reagieren. Entsprechend sind Erkrankte noch länger ansteckend und erhöhen damit unbewusst das Ansteckungsrisiko.

Um die exakten Folgen von fiebersenkenden Mitteln bei Grippe bestimmen zu können, bedarf es den Forschern zufolge noch weiterer Untersuchungen. Sie weisen aber darauf hin, dass die Zahl der vermeidbaren Ansteckungen eventuell sogar noch höher liegen könnte, als derzeit vermutet.

Klagen Sie häufiger über Kopfschmerzen? Diese sind oft Zeichen von Mangelerscheinungen durch fehlende Vitamine oder Mineralstoffe.

Mangelerscheinungen treten dann auf, wenn zu wenig Nährstoffe und Vitamine im Körper vorhanden sind.

 

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