Fieber: So funktioniert das Ebola-Virus

Samstag, 15.11.2014

Die Funktion des Fiebers übernimmt eine schützende Rolle. Ebenso wie ein Grenz-Wachposten. Das Prinzip eines Wachpostens ist sich vor feindlichen Eindringlingen zu schützen. Ebenso funktioniert auch das Ebola-Fieber. Fieber fungiert als Frühwarnsystem, um Schäden durch Bakterien oder Viren zu verhindern.

Fast Jeder hatte bereits Fieber, mit den einhergehenden Symptomen, wie Schüttelfrost, vermehrtes Schwitzen, Müdigkeit und Appetitlosigkeit erlebt. Das sind auch die Symptome für das gefährliche Ebola-Virus. Hier erfahren Sie, wie das Fieber entsteht und wozu es dient.

Fieber: Wunder des Jahrhunderts (Warum Wunder des Jahrhunderts?)

An Flughäfen in Kanada, dem Vereinigten Königreich und den USA werden mittlerweile Ebola-Tests durchgeführt, berichtet das Internetportal The Globe and Mail. Passagieren aus Risiko-Gebieten wird prophylaktisch die Temperatur gemessen, um eine Infizierung mit dem Ebola-Virus ausschließen zu können. Falls ein Passagier eine erhöhte Temperatur haben sollte, muss dieser möglicherweise unter Quarantäne gestellt werden, da Fieber zu den frühesten Symptomen des Ebola-Virus zähle, so theglobalandmail.com. Diese Phase gelte als äußerst gefährlich, da ein Ebola-Infizierter in diesem Stadium der Krankheit hochansteckend sei.

Obwohl das Fieber kein unbekanntes Phänomen sei, sei das Verstehen dieser Funktion eines der Triumpfe der Medizin. Im vergangenen Jahrhundert seien Physiker und Wissenschaftler darum bemüht gewesen, das Rätsel um das Zusammenspiel zwischen dem Immunsystem und einem Teil unseres Gehirns, welches verantwortlich für das Fieber ist, zu enträtseln. Gemeint sei an dieser Stelle der Hypothalamus. Fieber sei die Antwort unseres Immunsystems auf bestimmte Warnsignale, welche von Bakterien und Viren ausgelöst werden. Weiße Blutkörperchen hätten für eine Reaktion auf das Gehirn einen bestimmten Rezeptor. Dieser Rezeptor werde bereits bei der kleinsten Infektion aktiviert. Das Warnsignal antworte rapide und erlaube den Blutkörperchen die Fremdlinge zu bekämpfen. Der Ebola-Virus besitze Partikel, welche diese Rezeptoren auf unseren weißen Blutkörperchen stimulieren, so theglobalandmail.com. Wenn jene Rezeptoren in unseren Immunzellen eingeklinkt seien, würden die Immunzellen sogenannte Pyrogene freisetzen. Ein Pyrogen wie zum Beispiel Interleukin sorge dafür, dass der Körper Fieber erzeuge. Jene Interleukine garantierten die Kommunikation zwischen den weißen Blutkörperchen des Immunsystems und den Strukturen im Gehirn. Pyrogene gelangten durch den Blutkreislauf zum Hypothalamus.

Prophylaktisch Fieber messen

Im Hypothalamus aktivieren die Pyrogene eine biochemische Reaktion, welches Prostaglandin beinhalte. Jene Reaktion führe dazu, dass Prostaglandin E2 (PGE2) produziert werde. Dieser Vorgang kann durch beispielsweise Aspirin unterbrochen werden, um das Fieber zu senken. PGE2 aktiviere die Temperaturregulationszellen im Gehirn, welche thermosensitive Neuronen genannt werden. Diese Zellen regulieren unser molekulares Thermostat und sobald PGE2 vorhanden sei, setze das Thermostat eine höhere Temperatur an. Diese Neuronen nehmen ebenfalls Einfluss auf unserer Schlaf- und Essverhalten. Deshalb gehe mit einem Fieber meist auch Schlafstörungen und Appetitlosigkeit einher. Eine erhöhte Temperatur sei das eindeutigste Anzeichen für eine Ebola-Infektion. Natürlich können auch andere Infektionen der Grund für ein Fieber sein. Dennoch ist Fiebermessen eine einfache Möglichkeit um herauszufinden ob Passagiere dem Ebola-Virus ausgesetzt seien und so ein Risiko für andere darstellen würden.

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Ein frühes Anzeichen des Ebola-Viruses ist hohes Fieber.

Das gefährliche Ebola-Virus zeigt sich anfangs durch sehr hohes Fieber.

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