Entspannung kann zu Migräne führen - Wenn Stress nachlässt

Montag, 14.04.2014

Eigentlich gilt Stress als Auslöser von Migräneattacken. Laut einer US-Studie kann aber auch die Entspannung nach einer Stressphase zu den quälenden Kopfschmerzen führen.

Rund zehn Prozent der Bevölkerung leiden regelmäßig unter Migräne, so das Gesundheitsportal "Onmeda". Zu den Auslösern zählt neben hormonellen Einflüssen, bestimmten Nahrungsmitteln und Schlafmangel vor allem Stress. Wer übermäßigen Stress meidet, kann die Häufigkeit von Migräneattacken mindern. Allerdings fanden US-Forscher nun heraus, dass unter bestimmten Voraussetzungen auch Entspannung zu vermehrten Kopfschmerzen führen kann, wie das Magazin "scinexx.de" berichtet.

Migräne durch nachlassenden Stress

Neurologen um Richard Lipton vom Albert Einstein College in New York führten eine Studie mit 17 Migränepatienten durch, die sie drei Monate lang ein Tagebuch führen ließen. Darin notierten die Teilnehmer, wann die Migräneattacken auftraten sowie deren möglichen Auslöser. Auch Stresslevel und persönliche Stimmung sollten die Probanden in dem Tagebuch vermerken.

Bei der Auswertung der Einträge stellte sich heraus, dass die Patienten sehr häufig in Phasen von abnehmendem Stress unter den quälenden Kopfschmerzen litten. Die Forscher machten die Beobachtung, dass in diesen Phasen das Risiko von Migräneattacken um ein Fünffaches höher lag als in anderen Situationen. Lipton kommentierte die im Fachjournal "Neurology" veröffentlichten Ergebnisse mit den Worten: "Diese Studie zeigt einen bemerkenswerten Zusammenhang zwischen der Abnahme von empfundenem Stress und dem Auftreten von Migränekopfschmerz."

Cortisol unter Verdacht

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Entscheidend ist dabei nicht, wie hoch der gefühlte Stresslevel ist. Selbst bei wenig Stress kam es in der anschließenden Entspannungsphase zu vermehrten Migräneattacken. Ein Erklärungsversuch der Wissenschaftler ist ein schwankender Cortisol-Spiegel. Der Körper schüttet dieses Hormon vermehrt in Stresssituationen aus, es besitzt eine schmerzlindernde Wirkung. Sobald der Cortisol-Spiegel sinkt, reagiert der Körper möglicherweise mit starken Kopfschmerzen, glauben die Forscher.

Als Co-Autorin der Studie gibt Dawn C. Buse den Tipp: "Es ist wichtig, wachsenden Stress rechtzeitig zu bemerken und sich in stressreichen Zeiten zu entspannen, damit er sich nicht übermäßig aufstaut." Wer frühzeitig mit Entspannungstechniken Schwankungen entgegenwirkt, könnte eventuell Migräne vorbeugen.

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Es gibt viele Arten von Kopfschmerzen und genauso viele Ursachen dafür. Ein Arztbesuch kann Klarheit verschaffen.

Übermäßiger Alkoholkonsum, zu wenig Schlaf, Hormonstörungen und viel mehr können der Auslöser von Kopfschmerzen sein.

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14.04.2014 15:49
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