Eisenmangel und geistige Entwicklung – Waisenkinder benachteiligt

Montag, 17.03.2014

Laut einer US-Studie leiden Waisenkinder häufiger unter Eisenmangel als andere Kinder. Die Mangelernährung hemmt deren geistige Entwicklung.

Kinder aus Waisenhäusern müssen nicht nur ohne ihre Eltern auskommen, sondern wegen Eisenmangel weitere Benachteiligungen befürchten. In einer Langzeitstudie fanden Wissenschaftler der US-amerikanischen Universität in Minnesota heraus, dass die kognitiven Fähigkeiten von Kindern aus Institutionen wie Waisenhäusern unter anderem wegen Eisenmangel schlechter ausgeprägt sind als bei Kindern, die unter normalen Umständen bei ihrer Familie aufwachsen. Eine wichtige Rolle spielt hierbei die Ernährung.

Wie der "Medical Express" berichtet, haben die betroffenen Kinder beispielsweise einen niedrigeren IQ oder sind weniger begabt darin, komplexere Denkaufgaben zu lösen oder haben ein schlechteres Gedächtnis. Die Ergebnisse der Studie veröffentlichten die Wissenschaftler im Fachjournal "Child Development".

Eisenmangel hemmt geistige Entwicklung

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In ihrer Studie werteten sie die Daten von insgesamt 55 Kindern aus, die von US-Familien aus internationalen Institutionen in Afrika, Asien, Osteuropa und Lateinamerika adoptiert wurden. "Unsere Studie zeigt, dass sowohl die Dauer des Aufenthalts in der Institution als auch die Ernährung signifikante Auswirkungen auf die kognitiven Fähigkeiten der Kinder haben, auch dann noch, nachdem Sie in einer Pflegefamilie untergekommen waren", so Jenalee Doom, die neben der Kinderpsychologin Megan Gunnar zu den Autoren der Studie gehört.

Die Wissenschaftler wollen unter anderem darauf aufmerksam machen, wie wichtig eine ausgewogene Ernährung für eine erfolgreiche Zukunft von Kindern aus Waisenhäusern oder ähnlichen Institutionen ist. Dem Eisenmangel ließe sich gegebenenfalls mit Präparaten entgegenwirken, die genau auf die Bedürfnisse des Nachwuchses abgestimmt sind.

Adoptiveltern über Bedürfnisse informieren

Außerdem sollten Adoptiveltern für den Eisenmangel und dessen Folgen sensibilisiert werden. Sie können durch eine den Bedürfnissen der Kinder angepasste Ernährung deren Entwicklung positiv beeinflussen.

Für die Wissenschaft und Medizin ist das Wissen um den häufig auftretenden Eisenmangel in Waisenhäusern besonders wertvoll: "Diese Erkenntnisse sind besonders wichtig für Kinderärzte, Psychologen und andere Fachleute, die mit Kindern arbeiten, die aus anderen Teilen der Welt adoptiert wurden. Denn sie machen deutlich, wie wichtig es während einer Behandlung ist, sowohl Mangelernährung als auch die Erfahrungen zu berücksichtigen, welche die Kinder vor ihrer Adoption gemacht haben", so die Autoren der Studie.

Mittlerweile gibt es für fast alle Leiden ein passendes Präparat in Form von Tabletten.

Wenn zu wenig Nährstoffe und Vitamine im Körper vorhanden sind, greifen viele zu Nahrungsergänzungsmitteln.

 

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