Eisenmangel in Getreide – CO2 gefährdet Nährstoffe

Mittwoch, 21.05.2014

Der fortschreitende Klimawandel könnte künftig für Eisenmangel und die Unterversorgung mit anderen Nährstoffen verantwortlich sein. Die zunehmende CO2-Konzentration gefährdet Getreide.

Aktuelle Studien legen nahe, dass der Klimawandel noch weitere schwerwiegendere Folgen mit sich bringen könnte als den Anstieg der Weltmeere oder eine Zunahme von Umweltkatastrophen. Wie unter anderen "Focus Online" berichtet, entdeckten Wissenschaftler der Harvard University in Boston einen zunehmenden Eisenmangel in Getreide, wenn dieses einer erhöhten CO2-Konzentration in der Luft ausgesetzt ist, die der Klimawandel verursacht. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Forscher im Fachjournal "Nature".

CO2-Anstieg verursacht Eisenmangel

Besonders gefährdet seien demnach Weizen und Reis, während Mais und Hirse weniger empfindlich reagierten, da sie CO2 besser binden können. Auf insgesamt sieben Versuchsflächen in den USA, Japan und Australien werteten die Forscher aus, welchen Einfluss eine höhere Konzentration von Kohlendioxid auf den Nährstoffgehalt der Pflanzen hat, der weltweit eine wichtige Rolle für die Grundversorgung mit Nahrungsmitteln spielt.

Neben dem Eisenmangel war insbesondere ein besorgniserregender Rückgang von Zink zu beobachten. Während der Gehalt von Eisen in Weizenkörnern um 5,1 Prozent sank, ging der von Zink sogar um 9,3 Prozent zurück, berichtet "Focus Online" weiter. Die Forscher führten ihre Studie mit verschieden hohen CO2-Konzentrationen durch, die etwa den Werten entsprachen, die für den Zeitraum um das Jahr 2050 prognostiziert werden.



Weniger Proteine durch Klimawandel

Bei Weizen und Reis stellten die Forscher neben Zink- und Eisenmangel außerdem einen rückläufigen Gehalt an Proteinen fest. Bei Reis ging dieser um 7,8 Prozent zurück, bei Weizen um 6,3 Prozent. Die Forscher hoffen durch ihre Erkenntnisse besser auf die Folgen des Klimawandels vorbereitet zu sein, indem etwa rechtzeitig Pflanzen gezüchtet werden können, die weniger empfindlich auf eine steigende CO2-Konzentration reagieren.

Eisenmangel geht mit Symptomen wie Müdigkeit, Kopfschmerzen und Schwindel einher. Zu den schwerwiegendsten Folgeerkrankungen zählt die Blutarmut, die unbehandelt zum Tod führen kann. Zinkmangel erhöht hingegen die Anfälligkeit für Infekte, verzögert die Wundheilung und kann das Wachstum beeinflussen. Symptome sind Gewichtsverlust, Konzentrationsstörungen, dünner werdende oder ausfallende Haare sowie brüchige Nägel, auf denen sich weiße Flecken bilden.

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