Calciummangel vorbeugen – Wie viel ist notwendig?

Freitag, 28.03.2014

Im Körper kann Calciummangel erhebliche Schäden verursachen. Doch wer voller Panik nach dem Motto "viel hilft viel" Calciumpräparate schluckt, richtet eher Schaden als Nutzen an.

Da es sich bei Calcium um das Material der Knochen und Zähne handelt, kann Calciummangel für den menschlichen Körper schwerwiegende Konsequenzen haben. Ein Mangel kann sich mit Muskelkrämpfen, trockener Haut und Herzproblemen bemerkbar machen und als Folgeerkrankung Osteoporose nach sich ziehen. Da Calcium im Körper auch als Nachrichtenübermittler in den Zellen und zum Aktivieren zahlreicher Enzyme notwendig ist, greift der Körper bei Calciummangel auf seine Vorräte zurück, um an die notwendigen Calciumionen zu kommen: Er baut Knochensubstanz ab. Um dies zu vermeiden, sollten Sie auf eine ausreichende Versorgung mit Calcium achten.

Calciummangel vorbeugen: Die empfohlene Dosis

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Wenn Sie Calciummangel verhindern und sich gesund ernähren wollen, sollten Sie darauf achten, Ihrem Körper etwa 1.000 Milligramm Calcium am Tag zuzuführen. Das entspricht den aktualisierten Richtwerten der Deutschen Ernährungsgesellschaft. Im Wachstum befindliche Jugendliche zwischen 13 und 18 Jahren benötigen demnach 1.200 Milligramm pro Tag, Kinder von vier bis sieben Jahren 750 Milligramm und Säuglinge von vier bis zwölf Monaten sollten 330 Milligramm pro Tag zugeführt bekommen.

Um einem Calciummangel vorzubeugen, muss jedoch nicht auf Präparate aus Drogerie oder Apotheke zurückgegriffen werden. Bereits Milch und Milchprodukte enthalten große Mengen Calcium, die einfach mit der täglichen Nahrung aufgenommen werden können. Laut der DGE decken zum Beispiel ein Viertelliter Milch und zwei Scheiben Emmentaler Käse den Tagesbedarf von 1.000 Milligramm Calcium. Auch Brokkoli, Grünkohl, Rucola, Haselnüsse und Paranüsse sind reich an Calcium.

Vorsicht bei überhöhter Calciumzufuhr

Wer glaubt, an Calciummangel zu leiden, sollte sich erst mit einem Arzt absprechen, bevor er zu Ergänzungspräparaten greift. Eine Überversorgung mit Calcium kann im Gegenzug nämlich die Aufnahme von Magnesium und Zink in den Körper behindern, sodass ein Mangel an diesen wichtigen Spurenelementen eintreten kann. Wenn dem Körper mehr als 1.500 Milligramm Calcium pro Tag zugeführt werden, wird der Überschuss außerdem automatisch mit dem Urin ausgeschieden, was bei Menschen mit eingeschränkter Nierenfunktion zu Nierensteinen oder Nierenverkalkungen führen kann. Auch kann es bei sogenannter Hyperkalzämie zu Müdigkeit, Depressionen, Muskelschwund und Verdauungsproblemen kommen. Auch wenn Sie vermuten, an Calciumüberschuss zu leiden, sollten Sie also einen Arzt aufsuchen.

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28.03.2014 11:52
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