Bauchschmerzen durch Stress: Psychische Ursachen

Dienstag, 29.07.2014

Wenn es im Bauch zwickt und kneift, muss das nicht immer eine organische Ursache haben. Oft sind Bauchschmerzen und Unterleibsbeschwerden auch durch Stressbelastung bedingt.

Stress kann buchstäblich auf den Magen schlagen. Bauchschmerzen, Verdauungsprobleme oder Appetitlosigkeit können die Folge sein, wenn der Körper durch Prüfungen, wichtige Abgabetermine oder private Probleme auf Touren gebracht wird und Stresshormone ausschüttet. Gerade die empfindlichen Unterleibs- und Verdauungsorgane reagieren sehr sensibel auf psychische Belastungen. Ist die Stressphase vorbei, lassen Bauchschmerzen, Durchfall und Co. im Normalfall auch wieder nach.

So entstehen stressbedingte Bauchschmerzen

Eigentlich soll Stress als evolutionärer Reflex dafür sorgen, dass Urmenschen flüchten oder kämpfen können, heißt es bei "spiegel.de". Geraten heutige Menschen jedoch unter Stress, entlädt sich die Anspannung der Muskeln nicht mehr und der Kreislauf kommt umsonst auf Touren. Der Bauch, beziehungsweise das Verdauungssystem, werden in dieser Phase allerdings nicht gebraucht. "Aus evolutionsbiologischer Perspektive macht das Sinn, weil die Verdauung extrem viel Energie benötigt. Dazu fließt viel Blut in die Gefäße, die den Magen-Darm-Trakt versorgen", erklärt Paul Enck, Professor für Medizinische Psychologie an der Universität Tübingen, bei "Spiegel Online".

Das Blut aus dem Verdauungsbereich wird stattdessen für die Muskulatur gebraucht. Durch den weniger gut arbeitenden Magen-Darm-Trakt könne es in einer Stresssituation daher zu Bauchschmerzen, Durchfall oder Übelkeit kommen oder es verschlägt Betroffenen einfach den Appetit.

Wenn Dauerstress schadet

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Gefährlich kann es werden, wenn derartige Stresszustände über lange Zeit anhalten. Wenn Magen und Darm dauerhaft nur auf Sparflamme arbeiten, wird die Magenschleimhaut schlecht durchblutet und damit durchlässig für die Magensäure. Die aggressive Säure, die eigentlich der Verdauung dient, greift dann die Magenmuskulatur an, wodurch sich diese entzünden kann. Auch die Darmwand kann laut "spiegel.de" durchlässig für Bakterien werden, statt nur Nährstoffe weiterzuleiten. Dauerstress kann somit zu einer schmerzhaften Darmentzündung führen.

Wer dauerhaft unter Bauchschmerzen durch Stressbelastung leidet, sollte also zur Sicherheit einen Arzt aufsuchen, um abzuklären, ob die lästigen Schmerzen nicht bereits Symptom einer ernstzunehmenden Erkrankung sind. Zur Gewohnheit werden sollte Dauerstress aber so oder so nicht, sagt auch Experte Enck: "Ich glaube nicht, dass es das Ziel sein sollte, dass der Mensch sich an Dauerstress anpasst. Da sollten wir lieber die Lebensumstände verändern."

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Bauchschmerzen allein durch Stress? Wenn es im Zentrum zieht und zwickt kann das durchaus auch psychische Ursachen haben.

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