Zahnarztangst: So schwindet die Panik beim Zahnarzt

Dienstag, 19.05.2015

Hilfe, der Zahnarztbesuch steht wieder an! Wenn Sie schon der Gedanke an den Arztbesuch zittern lässt, haben Sie vielleicht Dentalphobie oder einfach gesagt: Zahnarztangst. fem.com erklärt alle Facts rund um die Panik und zeigt Ihnen, wie Sie die Angst überwinden können.

Rund 60 bis 80 Prozent der Deutschen geben an, dass sie Angst vor dem Zahnarztbesuch haben. Bei circa 20 Prozent davon ist diese Angst so stark ausgeprägt, dass von einer Phobie, genauer gesagt von einer Dentalphobie gesprochen wird. Doch wie wird die krankhafte Angst vor dem Zahnarzt genau definiert, welche Symptome treten auf und welche Ursachen stecken hinter der Zahnarztangst? Und: Was kann getan werden, um die Angst in den Griff zu bekommen?

Zahnarztangst: Nicht zum Zahnarzt trotz Schmerzen

Dentalphobie oder auch Zahnbehandlungsphobie oder Oralphobie genannt, ist die Angst vor dem Zahnarztbesuch. Diese Angst richtet sich in der Regel nicht etwa auf den Zahnarzt selbst, sondern auf alle Faktoren, die während einer Zahnbehandlung eine Rolle spielen, vor allem Spitzen und Bohrer. Ein geringes Maß an Angst vor dem Zahnarztbesuch ist durchaus normal. Patienten, die an ausgewachsener Zahnarztangst leiden, empfinden jedoch sehr starke Ängste, welche meist lange anhalten und panische Züge annehmen können. Sie vermeiden es zum Beispiel zum Zahnarzt zu gehen, obwohl sie starke Zahnschmerzen plagen. Zwar ist den meisten Betroffenen bewusst, dass ihre Ängste übertrieben sind, dennoch lassen sie sich durch gutes Zureden nicht zum Zahnarztbesuch bewegen.

Was sind die Ursachen und Symptome dieser Phobie?

Psychisch äußert sich die Dentalphobie durch stark ausgeprägte Ängste, die auch Nebenwirkungen, wie Schlaf- oder Appetitlosigkeit sowie Isolation, mit sich bringen können. Da Angst-Patienten den Besuch beim Zahnarzt tunlichst meiden, sind ihre Zähne oft in schlechtem Zustand, was sie zusätzlich isoliert, da sie sich zum Beispiel weigern zu lachen und sich immer mehr zurückziehen. Das muss jedoch nicht sein. Personen, die sich regelmäßig die Zähne putzen und keinerlei Probleme mit Karies oder ähnlichem haben, können ebenfalls an einer schweren Zahnarztangst leiden. Körperliche Anzeichen können Schwitzen, Zittern, Übelkeit oder Herzrasen sein, die schon beim bloßen Gedanken an den Zahnarztbesuch ausbrechen.

Die Ursachen einer solchen Zahnarztangst sind mitunter komplex und setzen sich in der Regel aus verschiedenen Faktoren zusammen. Zum einen kann es sich dabei um traumatische Erlebnisse handeln, zum Beispiel, wenn ein Patient schlechte Erfahrungen beim Zahnarzt gemacht hat. Oft liegen diese in der frühen Kindheit und der Betroffene ist sich gar nicht bewusst darüber, dass hinter seiner Phobie ein Trauma steckt. Nicht nur die Schmerzen der Behandlung, sondern auch das Verhalten des Zahnarztes spielen dabei eine Rolle, so zum Beispiel, wenn dieser sich dem Patienten gegenüber abwertend verhält oder ein sehr geringes Einfühlungsvermögen zeigt. Nicht zuletzt müssen auch das Umfeld sowie das Elternhaus betrachtet werden. Wer von klein auf die Angst der Mutter vor dem Zahnarzt miterlebt hat oder die Schauergeschichten des Nachbarn über seine Wurzelbehandlung hören musste, ist ebenfalls prädestinierter für die Ausbildung einer solchen Zahnarztangst.

Arzt

Ist eine Dentalphobie behandelbar?

Wie bei jeder anderen Form der Therapie, steht am Anfang die Einsicht des Betroffenen, dass sich an seiner Situation etwas ändern muss.
Einem Beitrag des Gesundheits- und Vorsorgeportals aerzte.de ist zu entnehmen, dass es mittlerweile zahlreiche Zahnärzte in Deutschland gibt, die sich auf die Behandlung von Angstpatienten spezialisiert haben. Unter anderem arbeiten viele dieser Praxen eng mit Psychotherapeuten zusammen. Die dahingehend geschulten Ärzte bieten völlig andere Behandlungsmethoden an, weshalb Patienten mit Zahnarztangst solch eine Praxis einer herkömmlichen immer vorziehen sollten. Noch wichtiger ist jedoch, dass sich der Patient in der Praxis gut aufgehoben fühlt, Vertrauen zum Arzt hat und weiß, was auf ihn zukommt. Ob ein Zahnarzt das entgegengebrachte Vertrauen verdient, zeigt sich meist jedoch erst nach einigen Behandlungen. Es gibt allerdings Kriterien, anhand derer eine gute von einer weniger guten Praxis unterschieden werden kann (eine Auflistung dieser Kriterien findet sich im Ratgeber von ergodirekt.de).

Zahnärzte, die sich auf Patienten mit Zahnarztangst spezialisiert haben, nehmen sich für diese meist besonders viel Zeit und führen ein intensives Beratungsgespräch. Dem Patienten wird daraufhin das weitere Vorgehen bei der Behandlung erläutert und er darf außerdem aktiv mitentscheiden. Oft kann solch ein Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient schon dabei helfen, die Phobie langfristig abzulegen. Stecken tiefere Traumata dahinter, empfiehlt sich allerdings bei Zahnarztangst eine Psychotherapie.

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19.05.2015 16:45
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