Windpocken bei Kindern, Schwangeren und Erwachsenen

Donnerstag, 26.02.2015

Sie jucken, sie kratzen, sie beißen und schön aussehen können sie auch nicht: Windpocken. Dieser Herpes-Virus macht es vor allem Kindern schwer, doch auch Erwachsene können daran erkranken – und bei ihnen kann eine Infektion wesentlich problematischer verlaufen als bei Kindern.

Windpocken werden in der Regel als "Kinderkrankheit" bezeichnet, doch auch Erwachsene, denen der Virus in der Kindheit nicht zu schaffen machte, können sich später damit infizieren. Vor allem für Schwangere können Windpocken dann lebensgefährlich sein.

Ansteckung und Symptome

Windpocken, ausgelöst durch den Varizellen-Zosta-Virus (VZV), sind hochansteckend und werden vor allem über eine Tröpfchen- oder Schmierinfektion übertragen. Symptome für Windpocken sind Fieber, allgemeines Unwohlsein und der typische stark juckende, rote Ausschlag mit Bläschenbildung, die mit klarer Flüssigkeit gefüllt sind.

Interessant: Eine Ansteckung mit Windpocken kann auch erfolgen, wenn Sie als nicht immune Person mit einem Gürtelrose-Patienten in Kontakt kommen.

Windpocken bei Kindern

Bei Kindern tritt eine Windpockeninfektion meist im Kindergartenalter auf. Rund 90 Prozent der Menschen infizieren sich laut dem Gesundheitsportal gesundheit.de im Kindesalter mit dem VZV und sind im Anschluss immun gegen Windpocken. In seltenen Fällen kann eine Zweitinfektion erfolgen, was meist dann geschieht, wenn die Krankheit sehr früh eintrat oder nur schwach ausgeprägt war.

Eine Infektion bei Kindern dauert meist zwischen fünf und zehn Tagen, bevor die Bläschen sich öffnen und anschließend verkrusten. Während des Krankheitsverlaufs sollten Sie darauf achten, Ihrem Kind die Fingernägel möglichst kurz zu schneiden, damit Entzündungen der Haut durch eventuelles Aufkratzen der Bläschen verhindert werden können. Generell werden Windpocken-Infektionen bei Kindern jedoch als harmlos eingestuft.

Windpocken bei Erwachsenen

Eine Infektion mit Windpocken im Erwachsenen-Alter erfolgt in der Regel nur dann, wenn Sie im Kindesalter keine oder nur sehr schwach ausgeprägte Windpocken hatten. Der Krankheitsverlauf stellt sich bei Erwachsenen häufig problematischer dar, da Komplikationen wie eine Lungenentzündung, Hirnhautentzündung oder Leberentzündung (Hepatitis) auftreten können. Auch der Ausschlag tritt bei Erwachsenen meist stärker auf als bei Kindern und die Krankheit kann bis zu vier Wochen anhalten.

Windpocken bei Schwangeren

Besonders für Schwangere stellen Windpocken eine größere Gefahr dar. Sollten Sie bereits vor der Schwangerschaft an Windpocken erkrankt sein, sollte für Sie keine Gefahr bestehen. Nur etwa fünf Prozent der Frauen fehlt zum Zeitpunkt der Schwangerschaft die Immunität gegen Windpocken so heißt es auf frauenaerzte-im-netz.de. Für diese Frauen besteht während der Schwangerschaft im Falle einer Infektion jedoch ein erhöhtes Risiko auf eine Lungenentzündung.

Vor allem bei einer Infektion mit Windpocken zwischen der 13. und 20. Schwangerschaftswoche treten zudem Risiken für das Ungeborene auf: Hier kann es zu Fehlbildungen oder gar einer Fehlgeburt kommen. Die Wahrscheinlichkeit liegt laut gesundheit.de jedoch bei lediglich ein bis zwei Prozent. Bei einer Ansteckung nach der 24. Schwangerschaftswoche sei ein Risiko für das Baby netdoktor.de zufolge nahezu ausgeschlossen.

Windpocken

Sollten Sie sich in der Woche um den Geburtstermin mit Windpocken anstecken, besteht die Gefahr, dass das Baby sich bei Ihnen ansteckt und mit der Krankheit zur Welt kommt (rund ein Viertel der Kinder betroffener Mütter). Der Krankheitsverlauf kann für Neugeborene lebensbedrohlich sein und erfordert eine sofortige Behandlung.

Der Gang zum Arzt und die Behandlung

Sollten Sie die Vermutung haben, dass Ihr Kind oder Sie selbst an Windpocken erkrankt sind, sollten Sie auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen. Eine Behandlung von Windpocken erfolgt im Normalfall durch das Lindern der Symptome. So werden vor allem Lotionen gegen den Juckreiz verschrieben. Auch Komplikationen wie eine Lungen- oder Hirnhautentzündung können durch die Beobachtung von einem Arzt frühzeitig erkannt und behandelt werden.

Um eine Infektion der Bläschen zu vermeiden, können Sie den Ausschlag mit einer Kamille-Tinktur behandeln. Geben Sie etwa zwei Esslöffel Kamillenblüten in eine Schüssel und gießen einen Liter kochendes Wasser darüber. Nach einer halben Stunde ist die Tinktur fertig. Betupfen Sie nun die Bläschen mit dem Sud um eine Entzündung zu hemmen.

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Windpocken sind eine Kinderkrankheit, stimmt's? Stimmt nicht! Auch Erwachsene können an dem Virus erkranken.

Ein Großteil der Deutschen erkranken schon im Kindesalter an Windpocken, doch auch Erwachsene können durch den Virus infiziert werden und hier nimmt die Krankheit oft einen ernsteren Verlauf.

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