Vitamin-B12-Mangel: Veganer aufgepasst!

Mittwoch, 24.02.2016

Ein Vitamin-B12-Mangel äußert sich unter anderem durch eine Anämie und ist besonders bei Veganern weit verbreitet. So kannst du dich vor Mangel an Vitamin B12 schützen.

Vitamin B12 ist ein Cobalamin, das nur von Mikroorganismen gebildet werden kann. Es zählt zum Vitamin-B-Komplex, kommt hauptsächlich in tierischen Produkten vor und wird vom menschlichen Körper im letzten Teil des Dickdarms aufgenommen. Da ein Erwachsener im Durchschnitt nur drei Mikrogramm Vitamin B12 am Tag benötigt, liegt der Grund für einen Vitamin-B12-Mangel nicht immer in der zu geringen Zufuhr, sondern häufig in Problemen bei der Aufnahme. Diese wird durch verschiedene Medikamente oder zu wenig Magensaft beeinträchtigt. Hinzu kommt, dass das Vitamin aufgrund seines komplexen molekularen Aufbaus generell schwer vom Körper aufgenommen werden kann. Bei Schwangeren und stillenden Frauen erhöht sich der Bedarf von etwa drei auf bis zu vier Mikrogramm pro Tag.

Müdikeit, PMS und Herzerkrankungen als Folge von Vitamin-B12-Mangel

Leber und Muskeln können Vitamin B12 bis zu drei Jahre lang speichern. Daher tritt bei einer Umstellung auf eine rein vegane Ernährung nicht sofort ein Mangel ein. Sind die Reserven jedoch irgendwann aufgebraucht, drohen schwere Erkrankungen. Die Symptome für einen Vitamin-B12-Mangel sind Angst, Depressionen, Müdigkeit, Herzerkrankungen, prämenstruelles Syndrom (PMS), Hautprobleme, Immunschwäche und Anämie (Blutarmut).

Vitamin-B12-Mangel mindert die Blutbildung und das Zellwachstum

Zu den Aufgaben der Cobalamine zählen unter anderem die Blutbildung, Zellwachstum und -teilung, die Aufnahme von Folsäure in die Zellen und das Umwandeln der Herz-Kreislauf schädigenden Aminosäure Homocystein in Methionin. Aufgrund seiner Rolle bei der Aufnahme von Folsäure geht ein Vitamin-B12-Mangel häufig mit einem Folsäuremangel einher.

Vitamin-B12-Mangel ausgleichen: Fleisch und Milchprodukte helfen

 

Wer vermutet, unter einem Mangel an Vitamin B12 zu leiden, sollte auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen. Er kann durch einen Bluttest herausfinden, ob der Vitamin-B12-Spiegel zu niedrig ist. Ist das tatsächlich der Fall, gibt es die Möglichkeit, Vitamin B12 als Nahrungsergänzungsmittel zuzuführen. Zuvor muss jedoch geklärt werden, ob zu wenig Vitamin B12 durch die Nahrung aufgenommen wurde oder ob ein Problem bei der Aufnahme besteht.

Anders als bei vielen Mineralstoffen scheint bei diesem Vitaminkomplex eine Überdosierung nicht möglich zu sein. Überschüssiges Vitamin B12 wird nämlich vom Körper gar nicht erst aufgenommen. Wer versuchen möchte, einen möglichen Vitamin-B12-Mangel durch die Ernährung auszugleichen, sollte vermehrt zu Leber, Fleisch, Fisch, Eiern und Milchprodukten greifen.

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Vitamin-B12-Mangel: Symptome und welche Lebensmittel helfen

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