Was ist Homöopathie? – Die sanfte Heilmethode

Dienstag, 11.09.2012

Fast jeder zweite Deutsche ließ sich schon mal homöopathisch behandeln. Doch was genau ist Homöopathie, wie helfen homöopathische Mittel und wann können sie angewendet werden?

Das Prinzip 

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"Ähnliches soll durch Ähnliches geheilt werden." Das ist das Prinzip dieses alternativen Heilverfahrens. Homöopathische Präparate werden deshalb so ausgewählt, dass es an Gesunden ähnliche Symptome hervorrufen könne wie die, an denen der Kranke leidet.  Das bedeutet, dass homöopathische Mittel unverdünnt genau die Beschwerden auslösen, die sie verdünnt heilen helfen. So kann zum Beispiel ein Stoff, der Hautjucken verursacht, in homöopathischer Dosis das Hautjucken heilen. Dadurch werden die Selbstheilungskräfte des Organismus angestoßen. Wenn also ein bestimmtes Mittel bei einem gesunden Menschen Fieber und Abgeschlagenheit verursacht, so wird dieses Mittel häufig als Bestandteil in homöopathischen Grippemitteln verwendet.

Verdünnung und Potenzierung

Homöopathische Medikamente basieren auf natürlichen Stoffen, die stufenweise mit Alkohol extrem verdünnt werden. Homöopathen gehen davon aus, dass das Mittel umso besser wirkt, je stärker die Verdünnung ist. Deshalb wird der Prozess des Verdünnens "potenzieren" genannt. Homöopathische Mittel sind in Form von Tropfen, Tabletten, Pulver und Globuli (Kügelchen) erhältlich. Globuli sind Zuckerperlen, auf die das homöopathische Mittel aufgetragen wird. 

Das richtige Mittel

Für die Wahl des richtigen Mittels sind in der Homöopathie neben der allgemeinen Diagnose (etwa Husten, Schnupfen oder Blasenentzündung) vor allem die individuellen Krankheitssymptome wichtig (blasse oder gerötete Haut, etc.). Jeder Mensch nämlich anders auf einen Erreger oder Belastung. Entsprechend unterscheidet sich die Wahl des Mittels, die Potenz und die Dosierung von Fall zu Fall erheblich. 

Die Wirkung 

Nach der Einnahme eines homöopathischen Mittels kommt es häufig vor, dass sich die Krankheitssymptome zunächst verschlimmern. Dies zeigt, dass das Mittel anschlägt und die körpereigenen Abwehrkräfte aktiviert werden. Sollte diese Erstreaktion sehr stark sein, kann sie zum Beispiel mit einer Tasse starken Pfefferminztees vermindert werden. Mit der nächsten Gabe sollte gewartet werden, bis die Wirkung nachlässt. Es kann auch geschehen, dass das Mittel nicht zu wirken scheint. Dann kann es sein, dass das falsche Mittel gewählt wurde. Das Gute: in diesem Fall sind keine Nebenwirkungen zu befürchten. Es kann ebenfalls geschehen, dass das Mittel zunächst wirkt, dann aber nicht mehr. Oder dass sich die Symptome verändern. Dann muss nach einem neuen, nun passenden Mittel gesucht werden. Sind die Symptome unverändert, muss das Mittel in einer höheren Potenz eingenommen werden. 

Die Einnahme

Bei der Einnahme homöopathischer Mittel sind folgende wichtige Punkte zu beachten:

•  Die Medikamente nicht mit der Hand berühren.

•  Das Medikament sollte entfernt von stark riechenden Substanzen aufbewahrt werden.

•  Die Mittel nicht starker Hitze oder Sonnenbestrahlung aussetzen.

•  Vor und nach der Einnahme des Mittels 30 Minuten nicht rauchen, essen und trinken.

•  Regelmässiger Konsum von Kaffee, Schwarztee, Pfefferminz- und Kamillentee ist zu vermeiden.

Alternative Medizin: Wie Kräuter und Pflanzen heilen können:

Heilpflanzenkunde - aus aller Welt – Die Kraft der Natur

Was ist Homöopathie? Die sanfte Heilmethode

Globuli sind Zuckerperlen, auf die das homöopathische Mittel aufgetragen wird. Wegen des süßen Geschmacks sind sie bei Kindern beliebt.

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11.09.2012 08:00
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