Wadenkrämpfe: Was tun gegen verkrampfte Muskeln?

Dienstag, 26.07.2016

Sie kommen meist mitten in der Nacht und reißen uns aus dem Schlaf: Wadenkrämpfe. Auch wenn sie sehr schmerzhaft sind, sind sie recht leicht zu beheben. Wie genau, erfährst du hier!

Wenn sich deine Wadenmuskulatur ganz plötzlich einseitig verhärtet und das Ganze von einem starken Schmerz begleitet wird, kannst du dir sein, dass du einen Wadenkrampf hast. Meist bleiben die Muskeln einige Sekunden bis Minuten unbeweglich und starr. Dass die unangenehmen Krämpfe ausgerechnet in Ruhephasen oder nach großer körperlicher Anstrengung auftreten, ist allerdings kein Zufall. Hier erfährst du wie es zu Wadenkrämpfen kommt und wie du sie wieder loswirst.

Warum kommt es zu Wadenkrämpfen?

Grob zusammengefasst kommen Wadenkrämpfe immer dann zustande, wenn man die Muskulatur zuvor über- oder unterfordert hat. Bei einer körperlichen Überanstrengung durch z.B. zu viel Sport verliert man durch starkes Schwitzen viel Flüssigkeit und damit auch viele Mineralstoffe. Ein Magnesiummangel oder ein Kaliummangel macht dabei den Muskelfunktionen zu schaffen.

Forscher gehen mittlerweile davon aus, dass dieser Mangel aber auch eine Störung der Nervenimpulse verursachen kann und dadurch die unkontrollierte Muskelkontraktion hervorruft. Neben Sportlern trifft es allerdings auch Menschen, die viel sitzen und sich nur wenig bewegen. Die Sitzhaltung verkürzt auf Dauer die Muskeln und führt so schnell zu Krämpfen – vor allem in der Nacht.

Was tun gegen Wadenkrämpfe?

Glücklicherweise können akute Wadenkrämpfe leicht und ohne großen Aufwand behandelt werden:

  • Strecke dein Bein durch und ziehe deine Zehen in Richtung Schienbein und dehne so die Wade.
  • Um die betreffenden Muskeln zu lockern, kannst du deine Waden auch ein wenig massieren oder warm abduschen.
  • Trinke zudem ausreichend Wasser, um deinen Wasserhaushalt wieder auf Vordermann zu bringen.
  • Sollte - wie in vielen Fällen - ein Magnesiummangel der Grund für den Wadenkrampf sein, kannst du diesen mit Magnesiumpräparaten wieder ausgleichen. Die meisten dieser Nahrungsergänzungsmittel sind in der Apotheke frei erhältlich. Lass dich am besten kurz beraten!
  • Bei starken Wadenkrämpfen verschreiben manche Ärzte auch Chininsulfat. Die Verabreichung des krampflösenden Präparats wird derzeit jedoch wegen seiner Nebenwirkungen heiß diskutiert.
  • Bei der harmlosen Variante von Wadenkrämpfen hilft es in jedem Fall vorzubeugen: "Dreimal täglich ein paar kurze Dehnungen wirken schon", sagt Christian Maihöfner von der Neurologischen Klinik am Universitätsklinikum Erlangen auf focus.de.

Krämpfe bei Schwangeren, alten Leute und Kindern

Bei Schwangeren sind die Ursachen ein wenig anders gelagert: Bei ihnen verändern sich aufgrund der Umstellung des Hormonhaushalts die Stoffwechselprozesse. Ein erhöhter Mineralstoffbedarf ist die Folge.

Ältere Menschen trinken hingegen meist zu wenig und nehmen daher ebenfalls weniger Mineralstoffe und Elektrolyte zu sich als sie benötigen würden. Zudem nehmen Muskelmasse und die reibungslose Nervenfunktion mit fortschreitendem Alter ab.

Bei Kindern liegen die Gründe von Wadenkrämpfen meist in denselben Ursachen wie bei Erwachsenen. Dehydrierung und Mineralstoff-Mangel sind die Hauptursachen. Achte also bei deinen Kleinen stets auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr und eine ausgewogene Ernährung. Wenn du zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen möchtest, kannst du das Wasser deines Kindes mit Elotrans versetzen. Elotrans ist ein Wasserlösliches Elektrolyt-Pulver, welches den Mineralhaushalt des Körpers unterstützt. Das Pulver gibt es in verschiedenen Geschmacksrichtungen.

Krankheiten die mit Wadenkrämpfen einhergehen können

In den meisten Fällen sind Wadenkrämpfe ein harmloses Signal des Körpers, mit dem er uns mitteilen möchte, dass er einen Mangel hat. Auch wenn es seltener vorkommt, können Wadenkrämpfe aber auch Symptome ernstzunehmender Erkrankungen sein.

Menschen, die unter Nierenschwäche, Diabetes oder einer Muskelerkrankung leiden, klagen neben anderen Beschwerden häufig auch über Muskelkrämpfe in den Beinen. Die Krämpfe sind bei ihnen als Folge einer Stoffwechsel- oder Nervenstörung anzusehen. Beobachte also deinen Körper und gehe bei dauerhaft auftretenden Krämpfen zum Arzt!

Wadenkrämpfe

Manchmal treten Wadenkrämpfe aber auch als Nebenwirkungen von Medikamenten auf – insbesondere, wenn diese entwässern. Da Rauchen nicht selten die Durchblutung stört, kann auch hier die Muskelfunktion beeinträchtigt werden.

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