Venenleiden und Krampfadern: Stau in der Vene

Donnerstag, 05.06.2014

Krampfadern sind nicht schön und können sogar gefährlich werden. Hier erfahren Sie warum und wie Sie Venenbeschwerden vorbeugen können.

Krampfadern – auch Varizen oder Varikose genannt – sind hervortretende, knotige Venen, die häufig in Kombination mit Hautverfärbungen und Schwellungen auftreten.

Auslöser ist meist eine angeborene Venenwandschwäche in Kombination mit Übergewicht, Bewegungsmangel und  vorwiegend sitzend oder stehend ausgeübten Tätigkeiten. Auch Besenreiser sind bereits eine harmlosere Form dieser Erkrankung.

Ursachen für Krampfadern

Der Grund für die Bildung von Krampfadern ist die Schwerkraft. Es erfordert besonders viel Kraft, das Blut aus den Beinen wieder nach oben zu pumpen. Wenn dann auch noch das Venengewebe schwach ist und nachgibt, erweitern sich die Venen und die Venenklappen, die normalerweise den Rückfluss nach unten verhindern, schließen nicht mehr richtig. Ein Teufelskreis entsteht. Langes Stehen und Sitzen bzw. zusätzliches Gewicht verstärken diesen Effekt und es kommt letztendlich zu Stauungen und Entzündungen in den Blutgefäßen.

Die Symptome einer Venenerkrankung

Lange bevor die Venen hervortreten, äußern sich bei den Betroffenen erste Symptome in Form von schweren Beinen, Spannungsgefühl, Kribbeln oder Schwellungen. Anfangs hilft es noch, die Beine hoch zu lagern und dadurch den natürlichen Blutkreislauf zu unterstützen. Im weiteren Verlauf der Erkrankung treten die Venen immer mehr hervor und können sich auch entzünden und vernarben. Blutgerinnsel können entstehen und schlimmstenfalls sogar zu einer lebensbedrohlichen Thrombose führen. Daher ist es ratsam, bereits bei den ersten Krankheits-Anzeichen einen Arzt aufzusuchen und so früh wie möglich mit einer Therapie zu beginnen. Denn Krampfadern sind nicht nur unschön, sondern eine ernstzunehmende Erkrankung.

Risikogruppen für Krampfadern

Frauen haben aufgrund ihres elastischeren Bindegewebes ein höheres Risiko, Venenprobleme zu entwickeln. Das gilt besonders während der Schwangerschaft, da dann das Bindegewebe und somit auch die Venen nachgeben. Daher sollten Schwangere Kompressions- oder Stützstrümpfe tragen, um das Anschwellen der Beine zu verhindern. Auch Raucherinnen und Frauen, die die Antibabypille nehmen, gehören zur Risikogruppe. Zusätzlich steigt die Beschwerde-Häufigkeit mit dem Alter.

Vorbeugung und Therapie bei Varizen

Gerade wer unter einer angeborenen Venenschwäche leidet, sollte Krampfadern aktiv vorbeugen. Das gelingt am besten, indem man sich gesund ernährt und auf sein Gewicht achtet. Auch Ausdauersport, gezielte Venengymnastik und Wechselduschen wirken Gefäßerkrankungen entgegen. Zusätzlich gibt es Medikamente und Salben, die anfängliche Beschwerden wie das Anschwellen der Beine lindern.

Sind bereits Krampfadern vorhanden, so gibt es verschiedene operative Eingriffe, um die verstopften Venen zu kurieren. Je nach Fall und Arzt werden die betroffenen Venen entweder entfernt, abgebunden oder verklebt. Die gängigen Behandlungen werden von den Krankenkassen übernommen, sofern sie medizinisch notwendig sind. Für rein kosmetische Eingriffe oder spezielle Methoden müssen die Betroffenen selbst aufkommen und dafür je nach Aufwand bis zu mehrerern tausend Euro bezahlen.

Text: Anna Wirnsberger

Behandlung von Krampfadern

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